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Flüchtlings-Misshandlungen in Burbach

Sicherheitsdienst in Erstaufnahme in Hacheney wird ausgetauscht

DORTMUND Die Flüchtlings-Erstaufnahme in Hacheney ist seit Wochen überfüllt - doch Misshandlungen von Flüchtlingen wie in Burbach hat es laut Stadt nicht gegeben. Am Montag kündigte Oberbürgermeister Ullrich Sierau an, dass der zuständige Sicherheitsdienst trotzdem ausgetauscht wird. Es ist der selbe wie in Burbach. Auch auf die steigenden Flüchtlingszahlen reagiert die Stadt.

Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau hat in der Pressekonferenz am Montagnachmittag betont, dass ihn die Misshandlungen von Flüchtlingen in Burbach "sehr erschreckt" haben. Pikant: Auch in Dortmund wird der gleiche Sicherheitsdienst vom Flüchtlings-Erstaufnahme-Betreiber "European Homecare" eingesetzt. Am Wochenende waren

 Misshandlungsvorwürfe

 gegen private Sicherheitskräfte in Flüchtlingsheimen in Essen und dem siegerländischen Burbach bekannt geworden - beide Stellen wurden damals eingerichtet, um Dortmund zu entlasten. Betrieben werden die zwei Heime von der Firma European Homecare aus Essen, die auch für die Dortmunder Einrichtungen den Auftrag haben, für Sicherheit zu sorgen. Aus Hacheney sind jedoch keine vergleichbaren Fälle bekannt, so Sierau weiter: „Bei uns gibt es keine Hinweise auf Übergriffe. Gleichwohl haben wir uns mit European Homecare darauf verständigt, zum 1.10. einen neuen Sicherheitsdienstleister vor Ort zu haben.“ Das Unternehmen habe in Dortmund vielmehr gute Arbeit geleistet. Dass der Sicherheitsdienst in allen Flüchtlings-Einrichtungen des Landes ausgetauscht wird, hatte bereits am Sonntag die Bezirksregierung verfügt.

Teilweise 900 Flüchtlinge in 24 Stunden

Da die Zahlen der Flüchtlinge aus "den von Krieg und Terror heimgesuchten Staaten des Nahen Ostens aber auch aus den Ländern des westlichen Balkans", wie es in einer Mitteilung der Stadt heißt, stetig steigen würden, sei die Erstaufnahmeeinrichtung in Hacheney teilweise extrem überbelegt. Auch der Platz im Flüchtlingsheim im Grevendicks Feld in Lütgendortmund reiche kaum noch aus.

HACHENEY Die Flüchtlings-Erstaufnahme an der Glücksegenstraße ist seit Wochen überlastet. Allein am Montag waren dort zeitweise 150 Flüchtlinge mehr, als die Einrichtung eigentlich fassen kann. Dortmunds Ordnungsdezernentin Diane Jägers sagt: "So schlimm wie in diesem Jahr war es noch nie."mehr...

An Spitzentagen wickelt die Erstaufnahme in Hacheney bis zu 900 Personen in 24 Stunden ab und schickt sie quer durch NRW. Im August gab es an 12 Tagen eine Überbelegung in der Einrichtung. Auch ab dem späten Nachmittag sind manchmal "mal eben" 200 ankommende Asylbewerber aufzunehmen, berichtet Ordnungsdezernentin Diane Jägers: "Das funktioniert gerade noch."

Stadt hat Zelte im Eingangsbereich aufgestellt

Um dem Andrang gerecht zu werden, hat die Stadt zwei Regenzelte vor dem Eingang der Erstaufnahme aufgestellt. Darüber hinaus sollen ein Mensagebäude und ein ergänzender Wartebereich übergangsweise für die Flüchtlinge eingerichtet werden. Sierau stellt klar: "Wir wollen keine Zeltstädte – den Vorgang weiter westlich habe ich nicht nachvollziehen können. Wir wollen vernünftige, menschenwürdige Zustände." Bis Jahresende rechnet die Stadt mit einem Plus an Asylbewerbern von 50 Prozent. Dafür bekommt die Erstaufnahme befristet 15 zusätzliche, vom Land finanzierte Mitarbeiter.

Momentan leben 1870 Flüchtlinge in Wohnungen der Stadt, vor allem im kommunalen Flüchtlingsheim im Grevendicks Feld in Lütgendortmund. Doch dort wird der Platz auch eng. Deshalb sucht die Stadt nun weitere Immobilien, in Absprache mit der Wohnungswirtschaft, Kirchen und gemeinnützigen Verbänden.

DORTMUND Bei der Unterbringung von Bürgerkriegs-Flüchtlingen aus Syrien denkt die Stadt inzwischen auch über ungewöhnliche Wege nach. Sollte die Zahl der Flüchtlinge im Winter weiter steigen, könnten die Betroffenen vorübergehend auch in Wohn-Containern auf städtischen Flächen untergebracht werden.mehr...

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