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Dortmunder Gastronom vor Gericht

Silvesterdrama: Angeklagter entschuldigt sich unter Tränen

DORTMUND/BOCHUM Tränen und immer wieder Worte des Bedauerns: Im Prozess um den schrecklichen Silvesterunfall von Datteln hat sich der angeklagte Gastrom aus Dortmund am Freitag gleich mehrfach unter Tränen bei den Betroffenen entschuldigt.

Silvesterdrama: Angeklagter entschuldigt sich unter Tränen

Bei dem Feuerwerks-Unglück vor einem Hotel in Datteln wurden am 1. Januar 2016 23 Menschen zum Teil schwer verletzt. Foto: Marcel Kusch

Es war immer das gleiche Bild: Nach jeder Zeugenvernehmung zum Silvesterdrama von Datteln hob der Angeklagte kurz die Hand, daraufhin wurde ihm von der Richterin das Wort erteilt. Dann wandte sich der 51-Jährige an die Zeugen, kämpfte mit den Tränen und sagte: „Ich möchte mich aufrichtig bei Ihnen entschuldigen.“

Und an einen Vater gerichtet, der in der Nacht auf den 1. Januar 2016 mit seinem Sohn bei dem Feuerwerk am Wellnesshotel „Jammertal“ war: „Ich bin heilfroh, dass Ihnen und ihrem Sohn nichts passiert ist.“

Zeuge suchte hinter Lieferwagen Schutz vor den Raketen

Wie schlimm die psychischen Folgen der querschießenden Raketen aus einer umgekippten „Batterie“ bis heute sind, wurde bei der Vernehmung eines 72-jährigen Rentners deutlich. „Der Knall ging durch Mark und Knochen“, sagte er den Richtern am Bochumer Landgericht. „Beim zweiten Knall hörte ich einen Aufschrei.“

Er habe mit seiner Frau dann sofort hinter einem Lieferwagen Schutz gesucht. „Ich habe noch gesagt, stell dich hinter einen Reifen, damit unsere Beine nicht getroffen werden.“ Obwohl ihm selbst damals nichts passiert sei, würden ihn die Bilder und der Knall bis heute verfolgen. „Das war ganz fürchterlich.“

Hotrel-Mitarbeiterin musste Unterschenkel amputiert werden

Eine Mitarbeiterin des Hotels war damals tatsächlich von einer Rakete getroffen worden. Die Verletzung war so schlimm, dass ihr ein Unterschenkel amputiert werden musste.

Die Anklage lautet auf Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion, auch, weil die Raketenbox in Deutschland gar nicht zugelassen war. Der Angeklagte selbst hatte schon zum Prozessauftakt gestanden, die „Unglücksbatterie“ erworben und gezündet zu haben.

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