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Skater-Lärm: Neubau für die Nachtruhe

APLERBECK Weil eine Skater-Anlage zu viel Lärm verursacht, will der Hausmeister des Gymnasiums an der Schweizer Allee umziehen. Ein Wohnungs-Neubau soll 260.000 Euro kosten. Nur: Wer soll das bezahlen?

Skater-Lärm: Neubau für die Nachtruhe

Vom bisherigen Bungalow hat der Hausmeister einen Blick in den Schulhof des Gymnasiums. Im geplanten Neubau blickt er nur noch auf die Hinteransicht des Schulzentrums.

Der Konflikt war vorgezeichnet, als die Bezirksvertretung Aplerbeck im Jahr 2002 beschloss, Gutes für die Jugend zu tun und eine Skater-Anlage auf dem Gelände des Schulzentrums an der Schweizer Allee zu bauen. Ohne Baugenehmigungsverfahren. An das hatte keiner der damals Beteiligten in Politik und Verwaltung gedacht. Nun ist der Schlamassel da; denn der Hausmeister, der seit zwei Jahren in der Hausmeisterwohnung einen „Immer-da, immer-nah Service“ am Standort anbietet, sieht seine drei Kinder in der Nachtruhe gestört – und sich von den Skatern bedroht. Er stieß mit Hilfe aus der Verwaltung auf die fehlende Baugenehmigung.

Das Problem wurde jetzt nachträglich geheilt, das schwerwiegendere bleibt: die fehlende Nachtruhe. Lärmschutzmessungen stützen die Klage des Hausmeisters. Als Übergangslösung nächtigt dieser mit Familie nun in einem Schlaf-Container, doch die Stadt will ihm kurzfristig einen Bungalow an der Rückseite der Schule außerhalb der Hörweite zur Skater-Anlange bauen – für 260.000 €. 30.000 € will die Bezirksvertretung beisteuern; denn es ist ihr Wunsch und der der Schulleitung, dass der Hausmeister – anders als sein Vorgänger – als lebende Vorbeugung gegen teure Vandalismusschäden auf dem Gelände wohnt. 1600 Unterschriften wurden am Gymnasium an der Schweizer Allee dafür gesammelt.Proteste in der Politik - Schulausschuss verschiebt Thema

Also plante die Verwaltung einen neuen 150 qm großen Bungalow mit Garten (die alte Hausmeisterwohnung hat 100 qm). Doch woher soll das Geld für den Neubau kommen? Im Doppelhaushalt 2008/2009 ist es nicht veranschlagt. U.a. sollen deshalb die städtische Immobilienwirtschaft und das Tiefbauamt Geld aus ihrem Etat locker machen – sowie die Schulverwaltung aus dem Programm für die SchulraumSanierung. Das wiederum löst Protest bei der Politik aus. Im Schulausschuss wurde das Thema bereits in die Ratssitzung am 11. September geschoben.

Wahrscheinlich wird es auch dort noch einmal auf Eis gelegt. Wenn es um die Kosten-Diskussion gehe, so Stadtdirektor Sierau, könne man die Baumaßnahme noch „inhaltlich modifizieren“, sprich abspecken.

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