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Baustellen-Manager

So funktioniert die Logistik an der Thier-Galerie

DORTMUND Der Raum ist eng, der Termindruck enorm - bis zum 15. September müssen alle Geschäfte in der Thier-Galerie eingerichtet sein. Wir haben mit dem Mann gesprochen, der dort die komplette Logistik organisiert.

So funktioniert die Logistik an der Thier-Galerie

Dieser Mann hat jeden LKW im Griff: Michael Brumme.

Das Handy in der einen Hand, das Walkie Talkie in der anderen – so sieht seit einem Jahr der Arbeitsalltag für Michael Brumme aus. Er ist – wie er selbst formuliert – verantwortlich für die „Logistik auf der Streichholzschachtel“. Ohne sein Okay kommt an dem Mann an der Baustelle der Thier-Galerie kein LKW vorbei.

Der 47-Jährige ist Bauleiter der Logistik bei dem Dorstener Unternehmen Pro Waste, das auf Baustellenlogistik spezialisiert ist. 120 bis 145 Fahrzeuge vom Klein-LKW bis 7,5 Tonner wollen von morgens 6 bis abends 20 Uhr am Einkaufscenter etwas anliefern.

Endspurt in der Thier-Galerie

Wir blicken in die Thier-Galerie.
Hinter dieser unscheinbaren Fassade entsteht der Kult-Laden Hollister.
Bei Ankermieter Primark hängt schon die Ware.
Diese Damen sind noch nackt.
Genügend Gürtel.
Der Blick in die Potgasse auf die Petrikirche.
Die Panini-Bar ist der erste Laden, der schon geöffnet ist. Hier versorgen sich die Handwerker.
Alles ist fertig - fast.
New Yorker
Abkürzung über die Bautreppe.
Blaumänner und Goldfassade.
Die Mülltonnen müssen in einer Woche weg sein.
Noch darf man die Rolltreppen nicht benutzen.
Da entsteht...
...der Primark-Shop.
Sicherheitsmänner vor dem Primark-Laden.
Der Frisör.
Esprit in der Ecke.
Durch die Dachkonstruktion fällt viel Tageslicht in die Thier-Galerie.
Müll, Müll, Müll.
Das Schuhhaus Zumnorde.
Herbst- und Winterjacken.
Ob schon Geld drin ist?
Blick auf einen Balkon an der Ecke Silberstraße/Potgasse.
Esprit eröffnet ebenfalls.
Primark wird massenweise Kunden in die Thier-Galerie locken.
Das gibt es bei Primark.
Preise bei Primark.
Hier werden schon die Schaufenster geputzt.
Noch ein Blick ins Innere.
Build-a-Bear
Die runden Ecken.
Hier entsteht der Rewe-Markt.
Unten im "Basement".
Ware, ganz viel Ware.
Flachbildschirme hängen an der Decke.
Das wird der BVB-Shop. Echte Liebe.
Am BVB-Shop ist noch viel zu tun...
Der Blick am Haupteingang Westenhellweg.
Blick auf den Westenhellweg.
Bei Hollister gehört Understatement zum Programm.
Der Eingang zur Silberstraße/Potgasse.
H&M versteckt sich noch.
Das Dortmunder U - in einer Reihe mit der Freiheitsstatue und dem Big Ben.
Hier oben entsteht der Food Court - mit 15 Restaurants.
Im Food Court.
Ein alter Bekannter: Gerardo de Rosa (Dailys) betreibt bald "Va bene".
Am Food Court gibt es auch noch ein bisschen was zu tun.
Lokalkolorit
Blick von der Terrasse auf den Westenhellweg.
Die Terrasse.
Schließfächer.

Doch rund um die Thier-Galerie ist der Platz äußerst knapp, die Straßen schmal. Darum bemüht Brumme das Bild von der Streichholzschachtel. Auf engstem Raum müssen die Fahrzeuge rangieren, abladen, wenden. Allein acht Leute sind für die Steuerung der Logistik eingesetzt. „140 bis 150 Mal am Tag klingelt bei mir das Telefon. Das Gleiche kommt nochmal an Mails rein“, sagt Brumme und wirkt dabei recht entspannt.

 Organisation ist eben alles. Firmen, die etwas anliefern wollen, müssen sich auf einer speziellen Internetplattform per Kennwort anmelden. Dann können sie ihr gewünschtes Zeitfenster angeben. Letztlich könne man nicht alles genau auf den Punkt planen, weiß Brumme. Also müssen die LKW-Fahrer zunächst an der Kanalstraße am Hafen ein Päuschen einlegen. Per Funk bekommen sie Bescheid, wann sie in der City willkommen sind.LKW-Fahrer, die wild parken oder im absoluten Halteverbot stehen, zeigt der eingefleischte FC-Bayern-Fan die rote Karte. „Abschleppen ist völlig okay“, meint der Herr über die Logistik. Man müsse auch Verständnis für die alte Dame mit Rollator oder den Rollstuhlfahrer haben. Rettungs- und Feuerwehrwagen hätten in den engen Straßen ebenfalls keine Chance, wenn alles zugeparkt sei.

Allein am Dienstag saßen 22 Fahrzeuge am Haken, gestern wurde auch fleißig abgeschleppt. Die betroffenen Unternehmen schäumen, was Brumme wenig schert. Das Ordnungsamt selbst hat in den letzten Wochen nach eigenen Angaben keine Abschleppaktionen rund um die Thier-Galerie veranlasst. Es ist übrigens schon das 13. Einkaufscenter, bei dem Brumme die Logistik organisiert. Die Thier-Galerie findet er von allen am schönsten. „Die ist richtig schnieke.“ Und was ist nach deren Eröffnung am 15.9.? Brumme schmunzelt: „Ich habe fertig.“  

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