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Premiere

So lustig ist das neue Geierabend-Programm

DORTMUND Vom terroristischen "Salatfisten"-Schrebergärtner bis zum BVB-Dummchen: Das Geierabend-Ensemble hat sich die Höhepunkte und Tiefschläge des vergangenen Jahres herausgeguckt und bringt sie routiniert auf die Bühne. Warum "Nach uns die Currywurst" oft überzeugt - und manchmal eben auch nicht.

So lustig ist das neue Geierabend-Programm

Hans-Peter Krüger ist der "Salatfist", der Prototyp des fundamentalistischen Schrebergärtners - inklusive Sprengstoffgürtel.

Beim „Geierabend“ ist es wie an der Schießbude, wo Pappkameraden als solche identifiziert und zum Abschuss freigegeben werden. Zielscheiben liefert das alte Jahr genug. „Nach uns die Currywurst“ haben die schießfreudigen Jecken ihren karnevalistisch-komödiantischen Rundumschlag dieses Mal betitelt. Die Themen wechseln, sonst blieb vieles gleich bei der „Geierabend“-Premiere am Freitag auf Zeche Zollern.

„Steiger“ Martin Kaysh thront in seinem Kabäuschen rechts auf der Bühne, links hat die Band ihren Platz. In der Mitte marschieren Deppen und Originale auf, die das Ensemble würdig befand,  aufs Korn genommen zu werden.

Geierabend 2015: Nach uns die Currywurst

Werbe-Melodien in den Handtaschen: die welken Tanten Melli und Elli überzeugen durch ihre Darbietung.
Er thront beim Geierabend über allem: Martin Kaysh, der Steiger.
Solche Tanten wünscht man sich. Oder vielleicht doch eher nicht?
Die Musik beim Geierabend funktioniert gut.
Hat immer alles Blick bei seinem Geierabend: der Steiger.
Und hier sehen wir einen Gastbeitrag aus Gladbeck. Irgenwie elegant.
Die Gäste aus Gladbeck sind nicht nur irgendwie elegant, sondern auch mit Schwung gesegnet.
Und das sieht auf so einer knallbunten Bühne ganz gut aus.
Die Geierabend-Band verdient großes Lob für ihre Leistung.
Hans-Peter Krüger ist der "Salatfist", der Prototyp des fundamentalistischen Schrebergärtners - inklusive Sprengstoffgürtel.
Denn manchmal muss man als überzeugter Gärtner eben hart durchgreifen - zumindest beim Geierabend.
Und hier hört man das Skiffle-Trinklied.
Na ja, zumindest sieht man hier Menschen, die das Skiffle-Trinklied spielen.
Wirklich hören kann das Lied auf so einem Foto ja nicht.

Kaysh serviert die Steilvorlage, schneidet ein Thema an, auf geht es in ein Lied oder eine Spielszene. In Bochum seien kürzlich große Hallen frei geworden, sagt Kaysh. Die Band intoniert „Born in the USA“, ein Trio singt „Born in 'nem Opel Kadett“: „Bring dein Schatz auf'n Stadtparkplatz, auf'm Rücksitz vom Kadett iss dat Kondom geplatzt!“

Außenreporter Ackermann berichtet live von der Eröffnung des DFB-Museums. Skandal – der Endspiel-Schuh von Rahn wurde gemopst! Von einem Clown, der das hier rief: „Tri-tra-trullala, ich bin der Clown mit Ebola!“ Die Nummer mit den dreien von der Dankstelle hängt ziemlich wolkig in der Luft. Osman und Yüksel bringen kaum mehr als die x-te Variation von Kanak Sprak, wobei Kiezdeutsch unter Kabarettisten fast schon zum Alteisen zählt.

 Die welken Tanten auf der Parkbank (Sandra Schmitz, Franziska Mense-Moritz) schwafeln Abstruses mit Loriot-Touch. Klappt die Handtasche auf, hört man Werbe-Jingles oder Lieder. Ein Sketch, der weniger vom Skript als von der Darbietung lebt. Einmal mehr ist zu sehen, welch große Komikerin in Franziska Mense-Moritz steckt. Sie schnarrt den Adolf, sie glänzt als Zunge bleckendes BVB-Doofchen an der Seite des „kongenialen“ Hans Martin Eickmann („Die Zwei vonne Südtribüne“), sie ist eine der Säulen des Abends.

Hans-Peter Krüger verdient ebenfalls einen Karnevals-Orden für fein gespielte Beklopptheit. Er mimt den fundamentalistischen Schrebergärtner, den „Salatfisten“, der dem Feind in seinem Beet, der Hecken wuchern lässt, per Video ein Strafgericht androht. Text und Idee von Krügers Solo sind eher schlicht, aber es gefällt, wie er er das HB-Männchen spielt. Ein Lob geht an die Geierabend-Band, die durchweg knackig das Ohr bedient, das Geschwafel der Stromversorger musikalisch kommentiert („Alles Lüge“) und auch in kurzen Zitaten für Schmiss sorgt. Nicht alles, was über die Bühne ging, brachte die Lachmuskeln zum Zucken, viel gegeiert wurde trotzdem.

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