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Gewerkschaften einigen sich im Tarifstreit

So viel Geld kostet die Tarifeinigung die Stadt

Dortmund In der Nacht zu Mittwoch (18.4.) hatten sich die Verhandlungsführer der Gewerkschaften im öffentlichen Dienst, darunter auch Verdi, mit den Vertretern des Bundes auf einen neuen Tarifvertrag geeingt. Die Beschäftigten sollen nun mehr Geld bekommen, für die Stadt Dortmund wird das aber teuer.

So viel Geld kostet die Tarifeinigung die Stadt

Für die Stadtverwaltung wird die Tarifeinigung teuer: Rund 20,8 Millionen Euro an Mehrkosten entstehen über drei Jahre. Foto: Hans Blossey

In der Nacht zu Mittwoch hatten sich die Verhandlungsführer der Gewerkschaften und des Bundes nach dreitägigem Ringen auf die Lohnerhöhung geeinigt. In Dortmund kommt sie 5555 städtischen Angestellten zugute. Wie viel diese Einigung den Dortmunder Haushalt kosten könnte, hatte die Stadt am späten Mittwochnachmittag ausgerechnet.

„Insgesamt liegen die Mehrkosten bei rund 20,8 Millionen Euro für alle drei Jahre“, sagte Stadt-Pressesprecher Michael Meinders. Zum Glück kein Grund, direkt in Panik zu verfallen. Denn die Stadt Dortmund hatte im Haushalt aktuell und für die kommenden Jahre Tariferhöhungen bereits eingeplant, führte Meinders weiter aus. In die Berechnungen flossen für 2018 eine Erhöhung von 2,4 Prozent, für die folgenden zwei Jahre jeweils eine Erhöhung von 2,0 Prozent ein.

Die nun verhandelte Tariferhöhung baue sich nun ebenfalls über drei Jahre auf und liege daher insgesamt etwas höher als der Plan. „Da allerdings bereits rund 17,6 Millionen Euro eingeplant waren, belaufen sich die überplanmäßigen Mehrkosten auf 3,2 Millionen Euro“, sagte Michael Meinders.

Ob die Stadt die schnelle Einigung und der Höhe der Lohnerhöhung überrascht hätten, dazu wollte sich der Stadtpressesprecher nicht äußern.

Neuer Tarifvertrag hat lange Laufzeit

„Das ist ein gutes Ergebnis“, sagte Verdi-Bezirksgeschäftsführer Michael Bürger am späten Nachmittag – auch wenn ihm zu diesem Zeitpunkt noch immer nicht alle genauen Details vorlagen. „Es war keine ganz einfache Tarifrunde.“

Allerdings könne er noch nicht ganz einschätzen, was es bedeute, dass man sich auf die lange Laufzeit von 30 Monate festgelegt habe, fügte er hinzu. Das soll heute mit rund 70 Mitgliedern der bezirklichen Arbeitskampfleitung im Detail diskutiert werden.

Die Vertreter aus Dortmund, Castrop-Rauxel, Lünen und Schwerte werden die Tarifeinigung im Anschluss allen Mitgliedern vor Ort erläutern. Zunächst bleibt sie eine Empfehlung der Bundestarifkommission – vor der endgültigen Annahme steht noch die Mitgliederbefragung, so Bürger.

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