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Altdeponie

Solarpark in Grevel - Bürger zögern noch

GREVEL Der geplante Solarpark, an dem sich die Bürger beteiligen können, ist noch immer nicht fertig. Die Module sind nicht bestellt und der Investor Solarplus wartet auf die Genehmigung der Bezirksregierung. Die Bürger sind verunsichert.

Solarpark in Grevel - Bürger zögern noch

Die Bürger in Grevel halten sich bei der Beteiligung am geplanten Solarpark zurück. Wegen der gesenkten Einspeisevergütung sind viele Bürger verunsichert.

Noch immer in der Schwebe ist der geplante große Solarpark auf der Altdeponie, an dem sich Bürger beteiligen können. Verunsichert sind die Interessenten über die Kürzung der Einspeisevergütung. Der Investor, die Solarplus GmbH, ist dennoch zuversichtlich, dass sich das Projekt bald realisieren lässt. Solarplus-Geschäftsführer Stefan Schlepütz teilte mit, dass sein Unternehmen nach wie vor auf die Genehmigung der Bezirksregierung in Arnsberg warte. Er geht davon aus, dass diese im August erfolgt.„Völlige Verunsicherung“ herrsche bei potenziellen Investoren über das Ausmaß, in dem die Einspeisevergütung sinkt. Die schwarz-gelbe Bundesregierung hat die Kürzung der Vergütung ab dem 1.4. beschlossen, doch noch ist sie nicht in Kraft, da sie vom Bundesrat nicht bestätigt worden ist. Nun liegt die Sache im Vermittlungsausschuss.  

 Erst wenn darüber Klarheit besteht, möchte Stefan Schlepütz die Solarmodule kaufen. „In der Regel ist es so, dass die Modulpreise weiter sinken, wenn die Einspeisvergütung reduziert wird.“ 80 bis 100 Bürger hätten bisher Interesse bekundet, finanziell einzusteigen. Geplant seien rund 80 physikalisch getrennte Investitionseinheiten. Das bedeutet, dass den einzelnen Beteiligten jeweils ein kleiner Teil der Anlage gehören wird. Vorgesehen sind in Grevel herkömmliche Module auf Siliziumbasis, also keine Dünnschichtmodule, von denen manche Giftstoffe enthalten.  

 Für die Solaranlage in Grevel kooperiert Solarplus mit der Hamburger Firma Sunenergy Europe GmbH, die Erfahrung im Bau von Freiflächenanlagen hat.  An den Eckdaten habe sich nichts geändert, so Stefan Schlepütz: Die Solarfläche solle 2,8 Hektar betragen, was neun Prozent der Deponiefläche entspricht. 1,5 Megawatt Leistung soll sie erbringen. Nach wie vor können sich Bürger melden, die sich für eine Beteiligung interessieren.

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