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Solendo muss laute Musik ausschalten

DORTMUND Ohne Lärmschutz gibt es im nächsten Jahr keine Musikveranstaltungen mehr in der beliebten Hafen-Strandbar Solendo. Auf diese Linie des Ordnungsamtes einigte sich am Freitag auch der Ausschuss für Bürgerdienste nach der Beschwerde eines Anwohners und Mitglieds der Bürgerinitiative Lagerhausstraße/Evertstraße.

Solendo muss laute Musik ausschalten

Am 1. Januar soll Schluss sein mit Musikveranstaltungen in der Szene-Strandbar Solendo im Hafen - hier ein Bild aus wärmeren Tagen.

Seit anderthalb Jahren wehren sich rund 90 Anwohner gegen die Lärmbelastung vor allem an Wochenenden.

Das Solendo bereichere das Hafenviertel und trage zu seiner Entwicklung bei, fasste Ausschussvorsitzende Gerti Zupfer (SPD) nach der Diskussion zusammen, dennoch müsse der Betreiber sich an die Auflagen halten. Nach Lärmmessungen, die bis zu 60 Dezibel reichten, bekam der Betreiber Schallschutzauflagen. Seit Anfang Oktober ist er in Besitz einer Baugenehmigung für eine Schallschutzwand. Weil er trotz Zusage die Umsetzung hinausgezögert hatte, wurde ihm von der Stadt eine letzte Frist bis zum 31.12.2007 gesetzt.

Klärendes Gespräch

Vor wenigen Tagen ließ der Betreiber nun in einem Brief an die Stadtspitze sowie die Planungsverwaltung und Wirtschaftsförderung wissen, dass er die Investition von 80 000 für eine Schallschutzwand nicht stemmen könne. Nun soll noch ein klärendes Gespräch folgen.

Gerda Horitzky (CDU) meinte: "Wir sind eine Großstadt, Schrebergärten haben wir genug" - und deutete an, die Verwaltung könne zur Entwicklung des Hafenviertels ein paar Euro in die Hand nehmen. Das wies Zupfer zurück: "Das meinen Sie nicht ernst, dass wir Privatpersonen finanziell helfen sollen, ihr Geschäft zu betreiben."

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