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Abstimmung

Soll es ein Böllerverbot in der gesamten City geben?

DORTMUND Weniger Einsätze, keine sexuellen Übergriffe: Einen „richtig guten Job“ in der Silvesternacht bescheinigt Ullrich Sierau Polizei und Ordnungsamt. Fragen hat der Oberbürgermeister zum Verhalten der 1000 Personen am Platz von Leeds. Er stößt eine Diskussion um ein Böllerverbot in der City an - und wir wollen Ihre Meinung wissen.

Soll es ein Böllerverbot in der gesamten City geben?

Rot durchkreuzte Böller mit brennender Lunte und ein gedrucktes „Bäng“: Mit eingeschweißten Schildern wies die Stadt Dortmund an Silvester auf das Böllerverbot hin. Rechtlich verbindlich sind die Schilder nicht, da sie nicht offiziell sind.

Junge ausländische Männer hatten in der Silvesternacht fahrlässig und gefährlich mit Pyrotechnik hantiert. Am Hauptbahnhof wurde ein Obdachloser von einer Silvesterrakete getroffen und schwer verletzt. Auf dem Platz von Leeds, auf der Möllerbrücke und auf der Rheinischen Straße setzten Feiernde ihre Böller und Raketen ebenfalls gefährlich ein. 

„Eine offene westfälische Feierkultur sollte nicht überstrapaziert oder gar missbraucht werden“, sagte Ullrich Sierau. Er will wissen, „warum sich mehrere Hundert junge Männer vorwiegend nordafrikanischer Herkunft in Dortmund verabredet haben“. Erfahrungen anderer Städte müssten in eine Analyse einfließen.

Tierschutzverein fordert Schutz von Tier und Mensch

Zuletzt galt das Böllerverbot auf dem Alten Markt, am Bahnhofs-Vorplatz und auf der Katharinenstraße. An Kirchen ist das Böllern ohnehin verboten. Für den Tierschutzverein geht Sieraus Anstoß nicht weit genug – der Verein fordert ein Verbot für das gesamte Stadtgebiet. „Um Menschen und Tiere zu schützen“, sagte die Vereinsvorsitzende Erika Scheffer. „Die Böller werden immer dicker. Wir sollten sie nicht nur in der City, sondern im gesamten Stadtgebiet verbieten. Von mir aus kann Silvester auch ganz abgeschafft werden.“

Ein stadtweites Verbot lehnt die Stadt ab. Das sei nicht verhältnismäßig und lasse sich in dieser Dimension nicht durchsetzen, sagte Stadt-Sprecherin Heike Thelen. Entschieden ist noch nichts.

Feinstaub-Werte verdoppelt

Polizeisprecherin Dana Seketa sagte gestern über den zusätzlich Aufwand, den ein großflächigeres Verbot auslösen würde: „Als Teil der Ordnungspartnerschaft sind wir unterstützend da. Die Stadt wird mit uns sprechen – dann sehen wir weiter.“

Auch der Schutz der Umwelt gewinnt an Bedeutung: Durch Raketen und Böller haben sich in der Silvesternacht die Feinstaub-Werte am Borsigplatz verdoppelt, so Birgit Kaiser de Garcia vom NRW-Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz. Feinstaub kann zu Herz-, Kreislauf- und Atemwegserkrankungen führen.

DORTMUND Mit verfälschten Berichten über die Silvesternacht in der Dortmunder Innenstadt erweckten das amerikanische Internetportal "Breitbart" und der österreichische "Wochenblick" den Eindruck, dass ein "Mob" von 1000 Migranten christliche Kirchen in Dortmund beschossen und in Brand gesetzt habe. Deutsche Medien berichteten über die gefälschten Nachrichten – am Montag schlug "Breitbart" zurück.mehr...

DORTMUND 40 Gewalttaten, der gefährliche Umgang mit Pyrotechnik, Provokationen gegen die Polizei und Sachbeschädigungen - das Geschehen in der Silvesternacht in Dortmund war kein Kindergeburtstag. Ausländische Medien und Nutzer sozialer Netzwerke im Internet verwendeten unsere Online-Berichte für Fake-News, Hass und Propaganda.mehr...

DORTMUND Polizei und Stadt Dortmund wollen Pyrotechnik-Exzesse und sexuelle Übergriffe wie in Köln, Düsseldorf und Hamburg in der Silvesternacht 2015 / 2016 verhindern. Das Ordnungsamt, Bereitschaftspolizei und Zivilkräfte sind am kommenden Jahreswechsel auf den Straßen im Einsatz. In zwei Verbotszonen der Innenstadt dürfen Feiernde keine Pyrotechnik einsetzen.mehr...

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