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Sozialticket kostet Stadt 4,9 Mio. Euro

DORTMUND Das im Februar eingeführte Sozialticket für einkommensschwache Dortmunder wird die Stadt in diesem Jahr 4,9 Mio. Euro kosten. Diese Rechnung machten jetzt die Stadtwerke (DSW) auf. Grundlage dafür sind u.a. die Ergebnisse einer weiteren Befragung von Sozialticket-Nutzern.

Sozialticket kostet Stadt 4,9 Mio. Euro

Mit dem Sozialticket soll de Nutzung von Bus und Bahn für sozial Schwache günstiger bleiben.

Die Stadtwerke sehen auch mit dieser zweiten Befragung ihre Prognose bestätigt: "Wir haben immer damit gerechnet, dass ein Großteil der Sozialticket-Nutzer, bereits vorher mit uns unterwegs war", lautet das Fazit von DSW-Verkehrsvorstand Hubert Jung. Nach den vom beauftragten Institut "O-Ton" bei Telefoninterviews ermittelten Daten ist nur jeder Fünfte derjenigen, die das Sozialticket nach August 2008 beantragt haben, ein echter Neukunde. Knapp 80 Prozent haben demnach auch vorher schon regelmäßig Bus und Bahn genutzt und dafür im Schnitt um die 30 Euro ausgegeben. Das bestätigt - wenn auch mit unterschiedlichen Verteilungen zwischen Gelegenheits-Nutzern und Abo-Kunden - die Ergebnisse einer Umfrage aus dem April dieses Jahres. Damals lag der Anteil der echten Neukunden sogar nur bei gut 12 Prozent. "Ein Effekt, dass das Sozialticket uns in großer Zahl neue Kunden bringt, ist nicht eingetreten", bilanziert Jung. Vor allem Politiker der Grünen hatten diese Hoffnung gehegt. Entsprechend war man bei Rotgrün davon ausgegangen, dass das Sozialticket den städtischen Haushalt gar nicht belastet bzw. mit Gewinnen der Stadtwerke verrechnet werden kann. 

Nicht die einzige Annahme, die gründlich daneben lag. Auch die tatsächliche Zahl der Sozialticket-Nutzer liegt deutlich über den Erwartungen. Bis zu 10.000 hatte man prognostiziert. Inzwischen fahren 23.332 Dortmunder mit dem verbilligten Bus- und Bahn-Ticket für 15 Euro.  Diese hohe Zahl und der Umstand, dass viele schon voher Bus und Bahn zu höheren Preisen genutzt haben, treibt nun die Kosten für die Stadt in die Höhe. In der letzten Aufsichtsratssitzung der Stadtwerke hatte Oberbürgermeister Dr. Gerhard Langemeyer versichert, dass die Stadt die Kosten von jetzt 4,9 Mio. Euro übernehmen wird. Der Rat muss darüber in seiner Sitzung am 18. Dezember entscheiden.

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