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St.-Johannes-Gesellschaft schreibt schwarze Zahlen

DORTMUND Kerngesund und mit einem kräftigen Immunsystem gegen alle Wetter in der Gesundheitspolitik stellt sich die katholische St.-Johannes-Gesellschaft dar. Ihr "Flaggschiff", das Johannes-Hospital, betreute mit 27 664 Patienten im letzten Jahr 1375 mehr als 2006. In allen Krankenhäusern der Gesellschaft waren es 33 553 Patienten. Der Gesamtumsatz stieg um 8,2 Mio. Euro auf 145,1 Mio. (Plus von 6 %). Die Eigenkapitalquote lag bei 59,1 Mio. Euro.

St.-Johannes-Gesellschaft schreibt schwarze Zahlen

Das St.-Johannes-Hospital versorgte 2007 fast 27 700 Patienten stationär. Die durchschnittliche Verweildauer betrug nur 5,6 Tage.

Wer ihm „Rosinenpickerei“ bei der Auswahl der Patienten in „seinem“ JoHo unterstellt, beißt sich an Günther Nierhoff die Zähne aus. Das Johannes-Hospital sei ein Haus für die breite gesundheitliche Versorgung, spricht‘s und verweist auf die extreme Entwicklung in der Notfallaufnahme. Notaufnahmen steigen

Schon 2006 kamen von 15 000 Notaufnahmen 6000 Patienten in die stationäre Behandlung. Der Anstieg im laufenden Jahr werde ganz erheblich ausfallen, kündigt der Geschäftsführer an. Glücklich mit der Vergütung von gerade einmal 15 Euro pro Notfall ist er freilich nicht: „Das ist nach wie vor ein defizitärer Bereich.“ Personalkosten klettern Wer dem katholischen Krankenhaus „Lohndumping“ unterstellt, holt sich die nächste Abfuhr. „Unsere Personalkosten betrugen 2007 insgesamt 84,7 Mio. Euro. 2008 haben wir 3,6 Mio. Euro Personalkostensteigerung und im nächsten Jahr kommen noch einmal 4,2 Mio. dazu“, rechnet Nierhoff vor. In Richtung Gewerkschaft verdi betont der JoHo-Chef: „Hier gibt‘s sogar einen familienbezogenen Zuschlag. Bei verdi nicht mehr.“Eigenkapital wächst Ansonsten herrscht eitel Sonnenschein über der St.-Johannes-Gesellschaft. Das Eigenkapital wuchs 2007 um gut 5,4 Millionen Euro auf knapp 59,1 Mio. Der Gewinn („Er liegt etwas darunter“, so Nierhoff) stand als Eigenfinanzierung für Investitionen zur Verfügung, die von der Gesellschaft natürlich umgesetzt wurden, weil sonst ihre Gemeinnützigkeit auf dem Spiel stünde. Mehr Vollzeitkräfte Die Zahl der Vollzeitkräfte stieg um 90 auf 1631. Aufgestockt wurde Personal z. B. in der Onkologie, Kardiologie und der zentralen Notfallaufnahme. Die Zahl der Auszubildenden kletterte von 131 (2006) auf 144 im letzten Jahr. Darunter machten die künftigen Gesundheits- und Krankenpfleger mit 111 Azubis den Löwenanteil aus. Fast 80 Prozent von ihnen würden übernommen, versichert der Geschäftsführer.Höhere Fallzahlen Auch die Entwicklung des Ambulanten Operationszentrums kennt nur eine Richtung: Die Fallzahlen stiegen von 1800 (2006) auf 1972 (2007). Die Geburtsklinik begrüßte 1309 Babys (2006 waren es 1219). Erfolgreiche Kliniken

Zur katholischen St.-Johannes-Gesellschaft gehören neben dem Johannes-Hospital das ambulante OP-Zentrum am Joho, Marien-Hospital, St.-Elisabeth-Krankenhaus, St.-Elisabeth-Altenpflege, Christinenstift, St. Josefinenstift und Jugendhilfe St. Elisabeth. Größte Zuwächse am JoHo bei den Fallzahlen hatten Augenklinik (von 3244 auf 3863), Gynäkologie (von 4013 auf 4250) und Innere Medizin (Kardiologie, Nephrologie, Internistische Intensivmedizin / von 8688 auf 9350).

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