Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Anzeige
Anzeige

Überraschung im K.o.-Tropfen-Prozess

Staatsanwalt will Freisprüche für Amateurfußballer

DORSTFELD Überraschung am Landgericht: Im Prozess um den sexuellen Missbrauch einer mit K.o.-Tropfen betäubten Studentin hat die Staatsanwaltschaft am Mittwoch Freisprüche beantragt. Den angeklagten Amateurfußballern des SC Dorstfeld könne nicht nachgewiesen werden, dass sie die Betäubung der Studentin bemerkt haben.

Staatsanwalt will Freisprüche für Amateurfußballer

Die drei angeklagten Amateurfußballer bei Prozessauftakt auf der Anklagebank.

Es könne nicht sicher ausgeschlossen werden, dass die drei angeklagten Amateurfußballer den hilflosen Zustand der 24-Jährigen nicht bemerkt haben, hieß in dem Plädoyer. Die Angeklagten seien in jener Novembernacht 2012 selbst stark betrunken gewesen. Wie berichtet haben die Fußballer von Anfang an sexuelle Kontakte mit der Studentin eingeräumt. Die Frau sei ihnen damals aus einer Disko zur Vereinsfeier nach Dorstfeld gefolgt. Dort sei es auf einer Bierzelt-Garnitur nacheinander zu sexuellen Kontakten gekommen. Dabei habe die 24-Jährige jedoch allenfalls schwer betrunken, nicht aber betäubt und willenlos gewirkt.

Rechtsanwältin Henriette Lyndian, die im Prozess die Interessen der Studentin vertritt, will den Angeklagten dies jedoch nicht glauben. Auf den Videos, die einer der Männer von dem Biertisch-Sex gefertigt und später fast der gesamten Mannschaft zur Verfügung gestellt hatte, sei eindeutig zu erkennen, dass die 24-Jährige nicht mehr Herr ihrer Sinne war. „Sie war fertig, absolut fertig“, sagte Lyndian. Und: „Die Angeklagten haben sie benutzt. Ihnen wird hier nicht vorgeworfen, sie hätten den Willen einer Frau mit Druck oder Gewalt gebrochen. Diese Frau hatte keinen eigenen Willen mehr.“ Die Studentin hatte berichtet, sie sei am nächsten Morgen im Bett eines der Fußballer aufgewacht und habe sich an nichts mehr erinnern können. Das Urteil wird Ende September erwartet.

DORTMUND Im Prozess um den sexuellen Missbrauch einer laut Anklage mit K.o.-Tropfen betäubten Studentin hat die Mutter des Opfers am Montag die Schilderung ihrer Tochter voll bestätigt. „Sie konnte sich an nichts erinnern“, sagte die 50-jährige Zeugin vor dem Landgericht.mehr...

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Polizei sucht Zeugen

Unbekannter kommt aus Gebüsch und entreißt Seniorin Handtasche

DORSTFELD Ein bislang unbekannter Mann hat einer 84-jährigen Frau am Samstagvormittag in Dorstfeld ihre Handtasche entrissen. Er floh zu Fuß. Jetzt sucht die Polizei Zeugen.mehr...

1250 Haushalte betroffen

Dorstfeld war zweieinhalb Stunden ohne Strom

DORSTFELD/BAROP Der Stromausfall in Dorstfeld ist behoben. Nach Angaben von Stromnetzbetreiber "Dortmunder Netz GmbH" waren rund 1250 Haushalte betroffen. Auch an der Technischen Universität und der Fachhochschule in Barop gab es Probleme. Die Ursache ist nun auch bekannt.mehr...

SEK-Einsatz in Dorstfeld

Mann bedroht Ehefrau und Tochter mit Schusswaffe

DORSTFELD Mit einer Schusswaffe hat ein 52-Jähriger in der Nacht zu Dienstag seine Frau und seine erwachsene Tochter in einer Wohnung in Dorstfeld bedroht. Der Mann versuchte offenbar, die beiden Frauen in der Wohnung festzuhalten. Ein Spezialeinsatzkommando der Polizei nahm den Dorstfelder schließlich fest.mehr...

Siedlung Oberdorstfeld

Denkmalschutz soll gewahrt bleiben

DORTMUND/GELSENKIRCHEN Am Denkmalschutz in der Dortmunder Bergbausiedlung „Oberdorstfeld“ wird vorerst nicht gerüttelt. Das hat das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen am Freitag signalisiert. Mehrere Eigentümer waren vor Gericht gezogen, weil sie von der Stadt aufgefordert worden waren, Veränderungen an ihren Häusern wieder rückgängig zu machen.mehr...

Polizeikontrolle in Dorstfeld

Verdächtige wollen von Drogen im Taxi nichts gewusst haben

MARTEN/DORSTFELD "Die Tüte voller Drogen? Die gehört uns nicht!" So haben zwei Dortmunder in der Nacht zu Mittwoch reagiert, als die Polizei in Dorstfeld das Taxi kontrollierte, in dem sie gerade unterwegs waren. Die Behauptung überzeugte die Beamten jedoch nicht wirklich - aus zwei Gründen.mehr...

Kommentar zur Hannibal-Räumung

Ein Brand wäre nicht besser gewesen

DORTMUND Wegen gravierender Brandschutzmängel und einer Gefahr für Leib und Leben hat die Stadt Dortmund das Hannibal-Hochhaus räumen lassen. Die Folgen sind unangenehm. Aber nicht so schlimm wie die Folgen eines Hochhaus-Brandes wie in London. Ein Kommentar über Vermieter-Pflichten.mehr...