Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Anzeige
Anzeige

Robustere Pflanzen

Stadt rüstet bei Kampf gegen Graffiti an B54-Gabionenwand auf

Dortmund Seit Jahren ist die mit Graffiti beschmierte Gabionenwand an der B54 in Höhe Rombergpark ein Ärgernis. Jetzt will die Stadt die Verschönerung neu in Angriff nehmen. Der Wunsch der Politik ist klar formuliert.

Stadt rüstet bei Kampf gegen Graffiti an B54-Gabionenwand auf

Zarte Pflänzchen, die an der Gabionenwand über der Schondelle gesetzt wurden, haben bislang nichts gegen die Graffiti-Schmierereien ausrichten können. Jetzt sollen robustere Pflanzen mit Drahtkörben her. Foto: Stephan Schütze (Archiv)

Die Emotionen schlugen hoch in der November-Sitzung des Ausschusses für Bürgerdienste und öffentliche Ordnung. Von Frechheit und Schandfleck war die Rede. Denn die Verwaltung hatte das Problem der beschmierten Gabionenwand, die ein Blickfang für alle Autofahrer ist, die über die B54 aus Richtung Süden in die Stadt fahren, noch immer nicht in den Griff bekommen. Man wolle den damals nicht anwesenden Dr. Christian Falk in die Zange nehmen, kündigte die Ausschuss-Vorsitzende Christiane Krause (CDU) an.

BRÜNNINGHAUSEN Mächtig Zündstoff gab es am Dienstag im Bürgerdienste-Ausschuss der Stadt Dortmund. Das Streitthema: die beschmierte Gabionenwand an der B54, die vielen Bürgern und Mitgliedern im Ausschuss schon seit längerer Zeit ein Dorn im Auge ist. Wie soll es mit der Wand weitergehen? Darüber gehen im Ausschuss die Meinungen weit auseinander.mehr...

Am Dienstag waren es in der Dezember-Sitzung des Ausschusses dann statt einer Zange doch eher Samthandschuhe, die Christian Falk als Chef des zuständigen Stadtentwässerungs-Betriebs zu spüren bekam. Die Wogen hatten sich deutlich geglättet. Die Verwaltung habe glaubhaft versichert, dass man etwa unternommen habe, stellte CDU-Sprecher Friedrich-Wilhelm Weber fest. Das Problem sei, dass mehr als die Hälfte der neu gesetzten Weinranken von Vandalen herausgerissen worden sei, erklärte Christian Falk den Ausschuss-Mitgliedern.

Für eine dauerhafte Lösung präsentierte er drei Varianten: eine Neubepflanzung der Gabionenwand mit robusten Pflanzen (möglichst mit Dornen), die durch Drahtkörbe vor Herausreißen gesichert werden, den Bau einer Sichtschutzwand entlang der B54, um den Blick der Autofahrer auf die Gabionenwand zu verhindern oder eine künstlerische Gestaltung, zu der man einen Wettbewerb starten könnte.

Pflanzaktion könnte im Frühjahr beginnen

Die Politiker brauchten nur eine kurze Bedenk- und Beratungszeit. Am Ende wurde abgewogen, ob ein Kunstwerk nicht auch wieder beschmiert werde und ob eine Sichtschutzwand nicht viel zu teuer sei. Dann stand fest: Neue robuste Pflanzen, inklusive Sicherung gegen Vandalismus, sollen her.

Die Kosten dafür bezifferte Falk auf einige tausend Euro – deutlich weniger als für die anderen Varianten. Mit der neuen Pflanzaktion könne schon im Frühjahr begonnen werden, kündigte Falk an. Dann bleibt abzuwarten, wie schnell und dauerhaft das frische Grün die Graffiti-Schmierereien überwuchert.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Letzter Löwe zieht aus

Lolek verlässt Dortmunder Zoo in Richtung Brasilien

Dortmund Der letzte Löwe des Zoos hat Dortmund verlassen. Löwe „Lolek“ ist nach längerer Vorbereitungszeit aus dem Zoo Dortmund Donnerstag früh nach Brasilien abgereist. Er wird im Zoo Belo Horizonte seine neue Heimat finden.mehr...

Oberbürgermeister

Sierau will „keine Schnellschüsse“ bei breiteren Gehwegen

DORTMUND In der Diskussion um eine Neuordnung von Parkplätzen, um breitere Gehwege in Dortmund zu schaffen, hat Oberbürgermeister Ullrich Sierau erst einmal ein Stop-Schild gesetzt. Er warnte am Dienstag vor „Schnellschüssen“ - und bremst damit die eigenen Tiefbau-Verwaltung.mehr...

Kritik an geplantem Park-Konzept

„Dann können wir ganze Stadtviertel schließen“

DORTMUND Schluss mit Gehweg-Parken, mehr Platz für Fußgänger und breitere Parkbuchten für SUV-Fahrzeuge - diese Wünsche des städtischen Beirats für Nahmobilität will das Tiefbauamt jetzt in die Tat umsetzen. Doch es gibt Gegenwind aus der Politik. Zwei Bezirksbürgermeister sagen große Probleme in der Innenstadt voraus.mehr...

Stadt gegen Fahrverbot

Streit um LKW-Verkehr auf der B1 kommt wieder vor Gericht

DORTMUND Ein Dauerthema ist der Streit um ein Durchfahr-Verbot für LKW auf der B1 in Dortmund. 25 Prozent des LKW-Verkehrs könnten damit verdrängt werden. Jetzt wird darum wieder vor Gericht gestritten. Denn die Stadt lehnt ein Durchfahrt-Verbot für Schwerlaster ab – das hat Konsequenzen.mehr...

Ordnungsamt

Stadt ließ 2017 schon 5000 Falschparker abschleppen

Dortmund Im Dezember hat die Stadt Dortmund den 5000. Anruf bei einem Abschlepp-Unternehmer getätigt. Dass das die Besitzer der abgeschleppten Autos nicht freut, ist klar. Was dem Ordnungsamt jedoch Sorge bereitet: Die Zahl der körperlichen Angriffe gegen die Kontrolleure nimmt zu.mehr...

Förderprogramm des Landes

Viele Ideen für umweltfreundlicheren Verkehr in der Innenstadt

DORTMUND Dortmund kann auf bis zu 10,4 Millionen Euro Fördermittel aus dem Landes-Programm „Emissionsfreie Innenstadt“ hoffen. Das Land hat dafür am Freitag den Zuschlag erteilt. Ziel ist, schadstoffarmen Verkehr zu fördern. Und dafür gibt es reichlich Ideen, die Folgen für den Sadtverkehr haben werden.mehr...