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Kinderbetreuung

Städtische Kitas kürzen ihre Öffnungszeiten

DORTMUND Viele Eltern, die ihre Kinder in einer Tagesstätte des städtischen Kita-Betreibers Fabido betreuen lassen, bekommen in diesen Tagen unerfreuliche Post: Fabido will in der Hälfte seiner 109 Einrichtungen die Öffnungszeiten reduzieren.

Städtische Kitas kürzen ihre Öffnungszeiten

Kindergärten in Dortmund kürzen ihre Öffnungszeiten.

Eingeschränkt werden in den Fabido-Kitas die Randzeiten früh morgens und am späten Nachmittag. Betroffen ist davon unter anderem Werner Manz, dessen drei Kinder, ein bis fünf Jahre alt, die Fabido-Kita in Barop besuchen. Zurzeit kann er seine Kinder morgens um 6.30 Uhr bringen und nachmittags bis 17 Uhr abholen. Ab Sommer soll mit den frühen und späten Randzeiten Schluss sein, und die Kita nur noch 45 Stunden in der Woche öffnen, zum Beispiel täglich von 7.30 bis 16.30 Uhr. „Eine Unverschämtheit“, schimpft Manz, „das geht zulasten der berufstätigen Eltern“.

 „Es verliert keiner Betreuungszeit, nur ein bisschen Spielraum“, hält Fabido-Betriebsleiter Arno Lohmann dagegen. Man werde niemanden im Regen stehen lassen und für Eltern, die bereits die langen Öffnungszeiten nutzen, für eine Übergangszeit von zwei Jahren nach tragfähigen Lösungen suchen.Die langen Öffnungszeiten von mehr als 45 Stunden datierten aus der Zeit vor dem 2008 eingeführten Landes-Kindergartengesetz „KiBiz“, so Lohmann. Der Betreuungsschlüssel von KiBiz aber reiche nicht aus, um Personal über die 45 Stunden hinaus zu finanzieren. Nach KiBiz können Eltern ein Kontingent von 25, 35 oder 45 Stunden buchen. Für mehr bekommt die Stadt keine Zuschüsse. Lohmann: „Wir müssen uns an das Gesetz anpassen.“  

Jetzt versuche man, über die Elternräte in den Kitas herauszufinden, welche Modelle den Eltern am ehesten gerecht würden, kündigt Lohmann an. Denkbar sei zum Beispiel die Variante, vier Öffnungstage in der Woche von 7 bis 17 Uhr und freitags dafür nur bis mittags. Bis Ende Februar wartet Fabido auf Rückmeldungen, welche Variante in den jeweiligen Einrichtungen am besten passt.  Trotzdem werde es am Ende auch unzufriedene Eltern geben, weiß der Fabido-Leiter. Werner Manz jedenfalls ist sauer: „Ministerpräsidentin Hannelore Kraft hat vollmundig mitgeteilt, dass sie alle Kinder mitnimmt, hat aber nicht gesagt, dass sie die Eltern stehen lässt.“

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