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Keine Leih-Burkinis an Schulen in Dortmund

Starke Kritik an Beschluss eines Herner Gymnasiums

Dortmund Das Herner Pestalozzi-Gymnasium verleiht Burkinis, um muslimische Schülerinnen zum Schwimmunterricht zu motivieren. Dortmunder Schulen halten von dieser Maßnahme wenig.

Starke Kritik an Beschluss eines Herner Gymnasiums

Leih-Burkinis an einem Herner Gymnasium führen zu starker Kritik Foto: dpa

Dortmunder Schulen sind gegen den Beschluss des Pestalozzi-Gymnasiums in Herne, Leih-Burkinis für muslimische Schülerinnen anzubieten, damit diese keinen Grund mehr haben, dem Schwimmunterricht fernzubleiben. So hat Schulleiter Volker Gößling die Maßnahme begründet.

Keine Pflicht der Schule

Dortmunder Schulen hätten sich bislang keine Burkinis zugelegt, bestätigte die Pressestelle der Stadt Dortmund auf Anfrage unserer Redaktion. Und so soll es auch nicht kommen, wenn es nach dem Sprecher der Dortmunder Gymnasien und Schulleiter des Heinrich-Heine-Gymnasiums, Dr. Detlef von Elsenau, geht. Er versicherte auf Anfrage, dass alle Gymnasien „mit Sicherheit“ keine Burkinis anschaffen werden. Von Elsenau übte deutliche Kritik an der Idee seines Herner Kollegen: „Es ist ein falsches Signal von der Herner Schule, eine Gruppe zu bevorzugen.“ Andere Schwimmbekleidung würde Schülern auch nicht gestellt. Die Eltern seien für die Finanzierung der Bademode ihrer Kinder zuständig.

Auch andere Schulformen zeigten sich mit der Entscheidung des Gymnasiums in Herne unzufrieden. „Die Besorgung der Burkinis ist keine Pflicht der Schule. Die Schüler sollen sich die Badeklamotten selbst anschaffen“, betont eine Schwimmlehrerin der Hauptschule am Externberg. Auch die Schulleiterin der Martin-Luther-King-Gesamtschule, Ellen Kreis, ist gegen die Investition in Textilien für die Schüler.

Burkinis nicht notwendig

In der Max-Wittmann-Sonderschule beschwerten sich in der Vergangenheit muslimische Schülerinnen, ohne Burkini nicht am Schwimmunterricht teilnehmen zu wollen, wie Schulleiterin Barbara Höhner-Rother berichtet. Dieser Fall stellt allerdings offenbar nur eine Ausnahme dar. Die internationale Karl-Müchler-Schule hat trotz muslimischer Schüler eigenen Angaben zufolge keine Probleme mit dem Thema Bekleidung: „Beim Schwimmunterricht haben die muslimischen Schülerinnen Badeanzüge an“, erzählt Schulleiterin Barbara Kulke. Auch die Heinrich-Böll-Gesamtschule sieht keine Notwendigkeit von Burkinis für muslimische Schülerinnen, da alle auch so am Schwimmunterricht teilnehmen würden.

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