Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Stationen eines Lebens

Aplerbeck Es ist ein unscheinbares schwarzes Kästchen mit der Aufschrift "Amtmann Leonhard", das der Aplerbecker Heimatforscher Klaus Winter gestern in das Dortmunder Stadtarchiv trug und dort dem Archivar Hermann Josef- Bauch überreichte.

Stationen eines Lebens

<p>Heimatforscher Klaus Winter mit einigen Dokumenten aus dem Leben des Amtmannes Wilhelm Leonhard. Seit gestern befinden sich die Unterlagen in Besitz des Dortmunder Stadtarchivs. Bauerfeld</p>

Auf den ersten Blick nicht sonderlich spannend. Doch entfernt man den Deckel und wirft einen Blick auf den Inhalt, gehen die Gedanken auf die Reise. In die Zeit um das Jahr 1902. Als im Amtshaus zu Aplerbeck ein gewisser Wilhelm Leonhard das Sagen hatte. Tätigkeitsnachweise und Urkunden gestatten einen Einblick in das Leben des letzten kaiserlichen Amtmannes. Auch ein kurzer Blick in das Privatleben des Mannes, der von 1902 bis 1925 die Leitung der Verwaltung Aplerbeck und seiner sieben Landgemeinden innehatte, ermöglichen die Unterlagen. So zeigt eine Festschrift zur Vermählungsfeier mit dem Fräulein Helene Junius in Hörde (November 1902), was zu dieser Zeit standesgemäß aufgetischt wurde. Steinbutt, Filet nach Art des Hauses, Stangenspargel mit Schinken und zum Abschluss ein Mandelberg-Dessert.

Ein weiteres interessantes Dokument ist der alte Militärpass aus dem Jahr 1892. Ein Jahr freiwilliger Dienst im 116. Infanterieregiment Kaiser Wilhelm. Stück für Stück lässt sich aus den Papieren zusammenpuzzeln, was Herr Leonard während seiner Dienstzeit geleistet hat. So fällt der Neubau des Amtshauses (1907) ebenso in seine Schaffensperiode wie die schwierigen Zeiten während und nach dem Ersten Weltkrieg. Als die Bevölkerung mit Wohnungsnot, Hungersnot und Inflation zurecht kommen musste. "Ich habe die Unterlagen und Fotos von einem Enkel des Herrn Leonhards erhalten", sagt Klaus Winter, "mit der Zusage, sie an ein Archiv weiter zureichen". Gestern erfüllte der Heimatforscher das Versprechen - mit einem kleinen schwarzen Kästchen. jöb

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Illegal abgestellter Müll nah einer AWO-Werkstatt

Gehörlose Frau stolpert über Sperrmüll und verletzt sich schwer

Lindenhorst Nahe der AWO-Werkstatt in Lindehorst ist der Bürgersteig oft mit Abfall übersät. Viele Menschen mit Behinderung kommen dort regelmäßig vorbei. Im März ist eine gehörlose Frau gestolpert und hat sich das Handgelenk gebrochen. Die illegale Müllablage zu beseitigen scheint nicht ganz einfach.mehr...

Prozess gegen 19-jährigen mutmaßlichen Messerstecher

Er soll im Streit auf seine Eltern eingestochen haben

Dortmund Ein Messerdrama am Körner Hellweg beschäftigt seit Donnerstag (19.4.) zum zweiten Mal das Dortmunder Landgericht. Ein erster Prozess gegen den 19 Jahre alten Angeklagten hatte im Mai 2017 abgebrochen werden müssen, weil eine Schöffin langfristig erkrankt war.mehr...

Amazon schiebt Bezahlung von Handwerkern auf

Seit Monaten warten Amazon-Auftragnehmer auf Bezahlung

Dortmund Seit Donnerstag ist das europaweit größte Verteilzentrum von Amazon in Dortmund offiziell eröffnet. Rund 1600 Arbeitsplätze schafft das Zentrum und auch viele Dortmunder Handwerker bauten daran mit. Doch die warten immer noch auf ihre Bezahlung.mehr...

rnLegenden des Dortmunder Nachtlebens

Das Orpheum: Wo Prince um ein Kettenhemd feilschte

Dortmund Das Orpheum war in den 80er-und 90er-Jahren eine der aufregendsten Diskos Dortmunds. In dem umgebauten Kino tranken Punks Wein zu Reggae-Klängen und feierten Gruftis neben Ärzten. Superstar Prince mietete einmal sogar den ganzen Laden – und machte einem Barmann ein verlockendes Angebot.mehr...

Die Geschichte des Kreuzviertels

Von der Beamtenvorstadt zum Szeneviertel

Kreuzviertel Es war nicht immer das beliebte In-Viertel, als das es heute von vielen wahrgenommen wird. Über lange Strecken seiner Geschichte hatte das heutige Kreuzviertel noch nicht mal einen Namen. Wie wurde aus dem Viertel das, was es heute ist?mehr...

Ärger um Dauerparker am Rombergpark

Viele Pendler belegen den Parkplatz am Rombergpark

Brünninghausen Auf dem Parkplatz am Rombergpark gibt es aktuell Ärger. Eigentlich ist der Parkplatz für Besucher des Parks gedacht. Beschränkungen gibt es jedoch keine. Deshalb stellen inzwischen auch Pendler und Dauerparker ihre Autos dort ab. Für Besucher des Rombergparks wird das zum Problem.mehr...

NEU: Die wichtigsten Nachrichten aus Dortmund täglich auf Ihr Smartphone
WhatsApp
Jetzt anmelden