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Strapazierend starke Düfte

WICKEDE Zimt und Rosen. Waffeln und Kirschen. - Der weltweit bekannte Aroma-Hersteller Givaudan aus dem Wickeder Gewerbegebiet parfümiert bisweilen seine Nachbarschaft. Nicht übel - aber immer wieder so intensiv, dass viele Bürger zeitweilig nur noch die Nase rümpfen mögen.

Strapazierend starke Düfte

<p>Zimt: In kleinen Dosen angenehm, in großen nervt sein Duft die Bürger.

Schon seit Jahren gehen bei den Politikern vor Ort Beschwerden ein. Auch das Dortmunder Umweltamt weiß von der außergewöhnlichen Duftentwicklung.

Und das staatliche Umweltamt in Hagen (das ab 2008 zur Bezirksregierung Arnsberg gehört) hat sich mit der Aroma-Problematik sogar schon beschäftigt. "Wir haben einen unabhängigen Gutachter bestellt", berichtete Pressesprecher Jari Wieschmann. Bis Ende November erarbeite dieser einen Maßnahmen-Katalog. Und dann gehe es darum, mit Givaudan einen Zeitplan für Veränderungen zu besprechen.

Politiker fordern Aufklärung

Auch auf politischer Ebene bleibt der Aroma-Hersteller Thema: In einem gemeinsamen Antrag fordern SPD und Grüne in der Bezirksvertretung Brackel genaue Aufklärung und Berichterstattung. "Der zarte Duft nach Kirschen oder anderen Obstsorten etwa mutiert zu einer unangenehmen Belästigung, wenn die Intensität eine gewisse Schwelle überschreitet", heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung. SPD-Fraktionsvorsitzender Thomas Wesnigk erinnert an einen Ortstermin 2005. Damals habe das Unternehmen Givaudan seiner Partei den Einbau neuer und wirksamerer Filter in Aussicht gestellt. "Doch an der Situation hat sich nicht wirklich etwas geändert", schildert der Fraktions-Chef heute. Mittlerweile gebe es massive Beschwerden, auch aus dem Bereich Unna-Massen. Nun stehen Fragen im Raum - die der Dufthersteller an der Giselherstraße gestern allerdings nicht beantworten wollte. Auf Anfrage der Ruhr Nachrichten hieß es nur, man wolle zu gegebener Zeit an die Öffentlichkeit gehen.

In der Sitzung der Bezirksvertretung am Donnerstag (22. 11.) um 16 Uhr steht das Thema Emissionen bei Givaudan bereits auf der Tagesordnung.

Thomas Wesnigk und Ulrich Begemann (Bündnis 90/ Grüne) sind sich einig: "Fest steht, dass die bisher erfolgten Geruchsbelästigungen so nicht weitergehen können." Hilke Schwidder

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