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Parkproblematik in der Innenstadt

Streit um gesperrte Parkplätze am Dortmunder U

Dortmund „Parken auf dem U-Areal verboten“ sagt das Schild an der Einfahrt zum U-Turm. Das könnte sich bald ändern; denn es gibt Ärger zwischen der Stadt und dem Betreiber der Tiefgarage auf dem Gelände. Weil sowohl die Parkplätze als auch die Tiefgarage ständig geschlossen sind, leiden besonders Anwohner, Angestellte und Besucher im Unionsviertel unter der Situation.

Streit um gesperrte Parkplätze am Dortmunder U

Am Donnerstag war die sonst gesperrte Parkfläche geöffnet – allerdings nur für die Besucher des Energie-Effizienz-Forums von Innogy im U-Turm. Der hohe Parkdruck hat Stadtmitarbeiter „pragmatisch“ handeln lassen.Menne Foto: Dieter Menne Dortmund

Eckard Ruttkowski wohnt im Klinikviertel und schaut immer wieder verärgert auf die abgesperrten, leeren Parkplätze unter dem U-Turm, während er auf der Suche nach einem Parkplatz seine Runden dreht. Am vergangenen Donnerstag traute er seinen Augen nicht, als zahlreiche Autos die rund 180 Parkplätze bevölkerten. Drinnen im U tagte das Energie-Effizienz-Forum von Innogy.

Das Parkproblem hat Ruttkowski gemeinsam mit den Menschen, die abends eine Veranstaltung im U besuchen oder unter seiner Kuppel feiern wollen. Erst stoßen sie an der Einfahrt auf das Schild „Parken auf dem U-Areal verboten“ und landen bei der weiteren Suche vor dem heruntergelassenen Gitter der benachbarten Tiefgarage.

„Das ist ein großes Ärgernis“, sagt auch Stadtdirektor Jörg Stüdemann. Als Kämmerer ist er gleichzeitig für die Liegenschaften der Stadt zuständig. Besucher hätten sich bereits „zuhauf beschwert, dass die Tiefgarage zu früh schließt.“ Dabei sieht der Vertrag mit dem Betreiber etwas ganz anderes vor.

Tiefgarage sollte rund um die Uhr offen sein



Beim Verkauf der U-Nordfläche für Bürogebäude und Berufskollegs hatte die Stadt den Investor seinerzeit verpflichtet, eine Tiefgarage mit mindestens 510 Stellplätzen zu bauen und im Gegenzug zugesichert, das oberirdische Parken zu untersagen. Vertraglich festgeschrieben wurde eine Öffnung der Tiefgarage rund um die Uhr.

„Wir müssen für das U als eingetragene Versammlungsstätte natürlich Parkplätze vorhalten“, sagt Stüdemann, „und haben den Betreiber mehrfach, auch ultimativ darauf hingewiesen, dass er die Tiefgarage offen zu halten hat. Wenn er die Parkfläche weiter entzieht, müssen wir uns behelfen.“ Soll heißen, die oberirdischen Parkplätze öffnen, wenn die Tiefgarage geschlossen ist. Ansonsten könne die Stadt dem Investor auch anbieten, die Tiefgarage von dem städtischen Parkhausbetreiber DoPark betreuen zu lassen, so Stüdemann.

Schließung wegen Vandalismus-Schäden

Aktuell betreibt die OPG Center Parking GmbH in Osnabrück die Tiefgarage. Geschäftsführer Ingo Hoppe sieht sich trotz Vertrags im Recht und fühlt sich „von der Stadt im Stich gelassen“. Man habe die Tiefgarage anfangs 24 Stunden geöffnet, doch wiederholte Vandalismus-Schäden in den Abend- und Nachstunden hätten die OPG zum Handeln gezwungen: „Im 1. Jahr haben wir 60.000 Euro aufbringen müssen, um die Schäden zu beseitigen. Jetzt machen wir um 20.30 Uhr zu.“ Dauerparker kämen aber zu jeder Zeit mit ihrer Karte rein und raus.

Die Stadt wisse seit einem Jahr von den Problemen, sei aber „nicht in der Lage, dem Betreiber durch geeignete Maßnahmen zu helfen und Vandalismus zu verhindern“, sagt Hoppe. Gleichzeitig lehnt er es ab, dass die Stadt während der Schließungszeiten der Tiefgarage die oberirdischen Parkplätze öffnet.

„Eine absolute Ausnahme“

Am Donnerstag war die Tiefgarage auf, und die oberirdischen Plätze waren trotzdem belegt. „Eine absolute Ausnahme“, sagte Stadtsprecher Michael Meinders. Weil die Tiefgaragen am U und am Westentor voll gewesen seien, hätten Beschäftigte des Liegenschaftsamtes und der Kulturbetriebe das Problem vor Ort pragmatisch gelöst und die Parkplätze für die Dauer der gut besuchten Innogy-Veranstaltung geöffnet.

Ein Bild, das, wenn der Streit mit OPG eskaliert, man wohl künftig öfter sieht. Anwohner Eckhard Ruttkowski hilft das trotzdem nicht weiter. Er würde die Plätze gern dauerhaft mit seinem Anwohnerausweis für das Klinikviertel nutzen können.

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