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15-Jährige am Bahnhof in Hörde erstochen

Streit zwischen zwei Mädchen endet in Messerstecherei

Dortmund Auf dem Parkdeck am Bahnhof in Dortmund-Hörde ist am Freitagabend ein 15-jähriges Mädchen erstochen worden. Rettungskräfte hatten das Opfer vor Ort noch wiederbelebt, doch die Jugendliche starb im Krankenhaus. Die Polizei ermittelt nun wegen Mordes.

Streit zwischen zwei Mädchen endet in Messerstecherei

Am Parkdeck des Hörder Bahnhofs eskalierte ein Streit zwischen zwei Mädchen. Vor der Tür zum Ausgang sei das Mädchen reanimiert worden, wie Zeugen unserer Redaktion berichteten. Das 15-jährige Opfer ist im Krankenhaus an seinen Stichverletzungen gestorben. Foto: Oliver Schaper

Aktualisierung 18.41 Uhr:

Als Erstes vor Ort war am Freitagabend nicht die Polizei, sondern es waren Einsatzkräfte der Feuerwehr – mit Löschfahrzeug und Rettungswagen. Denn die Brandmeldeanlage des Parkdecks war ausgelöst worden. Durch wen, ob durch das Opfer selbst, durch eine Freundin oder womöglich durch die Tatverdächtige, wird noch ermittelt. Auch zu dieser Frage sichtet die Polizei die Videos der Überwachungskameras am Parkdeck, so die Staatsanwaltschaft.

Tatwaffe nicht gefunden

„Die Tatwaffe fehlt noch. Sie wurde nicht gefunden“, sagt Staatsanwalt Jörg Schulte-Göbel. Die Tatverdächtige schweigt derzeit zu den Vorwürfen. Sie wird in die Justizvollzugsanstalt Köln gebracht. Die JVA dort ist nach dem Vollstreckungsplan für das Land NRW für jugendliche und weibliche Untersuchungsgefangene zuständig.

Aktualisierung 16.10 Uhr

Das 16-jährige Mädchen wurde mittlerweile dem Haftrichter vorgeführt. Der hat dem Antrag der Staatsanwaltschaft – Haftbefehl wegen Totschlags – stattgeben. Damit kommt sie nun in Untersuchungshaft. Das haben Staatsanwaltschaft und Dortmunder Polizei in einer Pressemitteilung mitgeteilt.

Aktualisierung 15.03 Uhr

Das Parkdeck am Hörder Bahnhof ist als Treffpunkt für Jugendliche bekannt. Die Probleme, auch mit Vandalismus und Drogenkonsum, haben sich zuletzt verstärkt.

Deshalb hatte es am Freitagvormittag – also nur wenige Stunden vor der Tat - in der Bezirksverwaltung in Hörde ein Treffen zu diesem Thema gegeben, das bestätigte Hördes Bezirksbürgermeister Sascha Hillgeris. Dabei ging es nicht nur um das Parkdeck, sondern den ganzen Hörder Bahnhof.

Verschiedene Vertreter

Am Tisch saßen neben Hillgeris unter anderem Vertreter der Polizei, Bundespolizei, der Deutschen Bahn, DSW21, der Bezirksvertretung, des Jugendamts, des Ordnungsamts und Martin Steinfort, der das Treffen initiiert hatte.

Martin Steinfort ist Vertreter des Eigentümers des Parkdecks, Pink Invest. Er beobachtet die Lage am Parkdeck und am gesamten Hörder Bahnhof schon seit einiger Zeit sehr genau. Seit 2017 habe es sich verstärkt, dass sich auf dem Parkdeck Menschen aufhalten, die dort nicht parken. Er berichtet im Gespräch mit unserer Zeitung von Drogenhandel und vorsätzlich ausgelösten Feueralarmen.

Sicherheitsdienst soll eingesetzt werden

Er habe deshalb bei dem Treffen zwei Vorschläge gemacht, die er nun mit dem Eigentümer des Parkdecks absprechen will: Zurzeit ist das Parkdeck 24 Stunden lang geöffnet, nach 22 Uhr parke dort aber so gut wie niemand mehr. Er schlägt deshalb vor, das Parkdeck zwischen 22.30 und 7 Uhr zu schließen. Zudem soll geprüft werden, ob ein Sicherheitsdienst während der Öffnungszeiten des Parkdecks eingesetzt werden kann.

Damit, betont er, würden die Probleme vielleicht aus dem Parkdeck verschwinden, aber nicht insgesamt. „Das Problem ist nicht das Gebäude, sondern das gesellschaftliche Umfeld.“ Polizei und Stadt müssten hier dringend aktiver werden, sagt er. „Ich bin seit Monaten dabei, Leute anzusprechen, um Unterstützung zu bekommen.“ Die Tat am Freitagabend mache ihn massiv betroffen, sagt Steinfort.

Aktualisierung 14.41 Uhr

Am Tatort sind mittlerweile Blumen und Kerzen abgestellt worden. Viele Jugendliche sind zu dem Parkdeck gekommen, weil sie von dem schrecklichen Ereignis gehört haben. Manche kannten auch die beiden Mädchen. Die Anteilnahme ist groß. Viele Jugendliche seien geschockt, einige weinen, berichtet unsere Reporterin, die vor Ort ist.

Streit zwischen zwei Mädchen endet in Messerstecherei

Aktualisierung 13.34 Uhr:

Die Ermittlungen zum Tathergang laufen weiter. Die Tatverdächtige und das Opfer sollen sich laut Staatsanwaltschaft nicht nur verbal gestritten, sondern auch geprügelt haben - bevor die Waffe gezogen wurde.

„Wir gehen von einem Messer aus, aber bisher fehlt die Tatwaffe noch“, sagt Jörg Schulte-Göbel am Samstagmittag. Die Staatsanwaltschaft habe nun den Haftbefehlsantrag gestellt, sagt Schulte Göbel weiter. Es liege nun am Haftrichter, ob die 16-Jährige in Untersuchungshaft komme.

Das Parkdeck wird videoüberwacht. Die Videos liegen der Polizei vor, so die Staatsanwaltschaft.

Mädchen am Parkdeck des Hörder Bahnhofs erstochen

Am Parkdeck des Hörder Bahnhofs ist am Freitagabend ein 15-jähriges Mädchen erstochen worden.
Am Parkdeck des Hörder Bahnhofs ist am Freitagabend ein 15-jähriges Mädchen erstochen worden.
Am Parkdeck des Hörder Bahnhofs ist am Freitagabend ein 15-jähriges Mädchen erstochen worden.
Am Parkdeck des Hörder Bahnhofs ist am Freitagabend ein 15-jähriges Mädchen erstochen worden.
Am Parkdeck des Hörder Bahnhofs ist am Freitagabend ein 15-jähriges Mädchen erstochen worden.
Am Parkdeck des Hörder Bahnhofs ist am Freitagabend ein 15-jähriges Mädchen erstochen worden.
Am Parkdeck des Hörder Bahnhofs ist am Freitagabend ein 15-jähriges Mädchen erstochen worden.
Am Parkdeck des Hörder Bahnhofs ist am Freitagabend ein 15-jähriges Mädchen erstochen worden.
Am Parkdeck des Hörder Bahnhofs ist am Freitagabend ein 15-jähriges Mädchen erstochen worden.
Am Parkdeck des Hörder Bahnhofs ist am Freitagabend ein 15-jähriges Mädchen erstochen worden.
Am Parkdeck des Hörder Bahnhofs ist am Freitagabend ein 15-jähriges Mädchen erstochen worden.

Erstmeldung:

Etwa gegen 22.40 Uhr müssen sich am Freitagabend schreckliche Szenen auf dem Parkdeck am Bahnhof in Dortmund-Hörde ereignet haben. Nach ersten Erkenntnissen von Polizei und Staatsanwaltschaft sei es innerhalb einer Gruppe Jugendlicher zwischen zwei Mädchen, einer 16-Jährigen und einer 15-Jährigen - beide Dortmunderinnen -, zu einem Streit gekommen. „Die 16-Jährige hat plötzlich eine Waffe gezogen, vermutlich ein Messer“, sagt Staatsanwalt Jörg Schulte-Göbel. Damit habe sie auf das andere Mädchen eingestochen.

Stichverletzungen in der Brust

Das Opfer erlitt Stichverletzungen im linken Brustbereich und verstarb daran im Krankenhaus - trotz Reanimation durch die Rettungskräfte. Die Tatverdächtige, das 16-jährige Mädchen, wurde von der Polizei festgenommen. Die anderen Jugendlichen wurden bereits in der Nacht als Zeugen vernommen und werden auch noch heute weiter befragt. „Wir müssen jetzt schauen, wer was aussagt, um die Tat rekonstruieren zu können“, sagt Schulte-Göbel.

Mordkommission ermittelt

Die Dortmunder Polizei ermittelt nun wegen Mordes gegen die 16-Jährige. „Stand jetzt wird das Mädchen heute noch einem Haftrichter vorgeführt“, sagt Staatsanwalt Jörg Schulte-Göbel. Wie genau es zu dem Streit zwischen den Mädchen kam und warum die 16-Jährige eine Waffe gezogen hat, ist derzeit noch unklar.

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