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Stufen-Power aus Wien für S4-Bahnhof

Rolltreppen-Einbau ist Maßarbeit

«Bis Ende Juni sollen die so genannten schweren Verkehrstreppen in Betrieb gehen», berichtet Michael Haider von der Firma Schindler aus Wien. «Dann kommt der TÜV zur Abnahme.» Bis dahin haben Haider und seine deutschen Kollegen noch viel zu tun. Denn der Einbau von Rolltreppen ist Millimeterarbeit. Für Haider ebenso wie für die Firma Scholpp aus Chemnitz, die zunächst die alten Rolltreppen ausgebaut hat und in der vergangenen Woche auch die Anlieferung der neuen übernahm. «Vormontiert wurden sie in Wien», berichtet Michael Haider, der die Treppen wie seine Westentasche kennt. Deshalb steht er jetzt auch dem deutschen Montage-Team zur Seite. Und das nicht zum ersten Mal. 120 Rolltreppen hat Haiders Firma in den vergangenen drei Jahren in deutsche Bahnhöfe eingebaut. Mehr als 200 Tage hat Haider allein 2006 im Ausland verbracht. Auch in Dortmund. Denn die Dorstfelder S-Bahnhof-Treppen stammen ebenfalls aus der Alpenrepublik. In Dorstfeld lernte Haider auch das Dortmunder Problem mit dem Vandalismus kennen. Dort steckten Unbekannte eine nagelneue Rolltreppe in Brand. «Unglaublich», schüttelt Haider den Kopf und zeigt auf die Holzverkleidungen, hinter denen die neuen Treppenelemente montiert werden. Sie sind übersät mit Schmierereien. «Am vergangenen Wochenende haben sie uns alle Baustellen-Schlösser aufgebrochen», berichtet der Chefmechaniker. Obwohl hinter den Türen nichts anderes als die halb montierten Rolltreppen zu finden sind. Vier Monteure schrauben an den schweren Verkehrstreppen, die eigentlich so heißen, weil sie künftig beim Personentransport im Dauereinsatz Schwerstarbeit leisten müssen. Allerdings wiegen sie auch eine Menge: 17 Tonnen pro Stück. Rund 250 000 Euro muss die Deutsche Bahn pro Rolltreppe hinblättern. Und die Bahn hofft, dass sie lange laufen und nicht gleich wieder mutwillig zerstört und verdreckt werden. vB

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