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Super-Keim macht sich breit

DORTMUND Die Zahl der Infektionen in Krankenhäusern steigt. Schuld daran ist Staphylococcus aureus, kurz MRSA. Der hartnäckige Super-Keim ist für Menschen mit schwachem Immunssystem sogar lebensgefährlich. Das Problem ist erkannt, gebannt aber noch nicht.

Super-Keim macht sich breit

Das "Super-Bakterium" Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus, kurz als MRSA bezeichnet, ist eine der häufigsten Ursachen für im Krankenhaus erworbene Infektionen.

Dr. Annette Düsterhaus, Leiterin des Gesundheitsamtes, berichtet von einer Erhebung in einer großen Dortmunder Laborgemeinschaft. Dort wurden 2001 noch 4198 Wundabstriche untersucht, 2007 waren es bereits 1700 mehr. Die darin nachgewiesenen Infektionen mit dem multiresistenten Erreger machten 2001 gerade mal 6 Prozent aus. 2007 fand das Großlabor schon in 22 Prozent, also etwa jedem fünften Abstrich, den Erreger. Dr. Düsterhaus räumt ein: „Es wird aber auch gezielter danach gesucht als früher.“Größte Erhebung in Dortmund Die größte bisher in Dortmund veranlasste Erhebung soll nun folgen: Das Netzwerk MRSA, im Frühsommer offiziell gegründet, arbeitet mit dem Arbeitskreis Hygiene der Krankenhäuser zusammen. Die Gesundheitsamts-Chefin weiß, dass die Kliniken längst routinemäßig angefangen haben, die Patienten auf MRSA hin zu untersuchen, konkrete Zahlen fehlen jedoch bislang. Jetzt soll eine Untersuchung Klarheit bringen, wie viele Patienten den Erreger tatsächlich auf ihrer Haut tragen. Jeder Kranke in jeder Dortmunder Klinik wird dann schon bei seiner Aufnahme auf MRSA hin untersucht. Dr. Düsterhaus macht deutlich: „Viele tragen den Erreger auf ihrer Haut, ohne es zu wissen. Gefährlich werden die multiresistenten Keime aber, wenn eine Eintrittspforte geschaffen wird, z. B. über eine OP oder Magensonde.“

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