Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

"System Zuwendung"

Die Finanzkontrollen im OB-Amt müssen derart lasch gewesen sein, dass es offensichtlich ein Einfaches für Mitarbeiter war, sich aus der Stadtkasse zu bedienen. Das schlampige Belegwesen öffnete den Machenschaften Tür und Tor. Das sind erste Eindrücke der Rats-Fraktionen nach Akteneinsicht in die Veruntreuungs-Affäre.

Von der Stadtkasse seien hohe Beträge ausgezahlt worden ohne - wie vorgeschrieben - mit näherer Begründung und entsprechender Anordnung, lediglich mit dem Hinweis "Zuwendung OB" oder "Handgeld OB". Z.B. dreimal an einem Tag 1500 , 2000 und 3000 . Allein in 2007 bis Anfang April 52 000 . Und dass, obwohl die angeklagte Ex-Mitarbeiterin, die zugegeben hat, knapp 400 000 der verschwundenen 1,1 Mio. unterschlagen zu haben, in 2007 nur sechs Tage im Dienst war. Das müsse ein über Jahre vertrautes "System Zuwendung" gewesen sein, bei dem niemand nachgehakt habe, erfuhren die RN.

Ursprünglich sollten die Fraktionen auf Drängen von Dr. Ralf Reetz, Leiter des OB-Amtes, bereits bei der Ratssitzung am Donnerstag Bericht erstatten. Doch sie waren mit der Akteneinsicht noch nicht durch. Er habe erst einen Teil der Akten gesehen, erklärte Dr. Jürgen Eigenbrodt auf RN-Anfrage für die CDU. "Wir haben uns vorgenommen, das in Ruhe zu überprüfen," sagte auch Dr. Jürgen Brunsing für die Grünen. Olaf Radtke, der für die SPD Akteneinsicht nimmt, meinte: "Aus diesen Belegen kann man nicht so viel ermitteln. Es müssen noch Nachfragen folgen, wie das letztlich abgelaufen ist."

Dr. Annette Littmann, Fraktionschefin von FDP/Bürgerliste vermutet nach erster Durchsicht ihres Parteikollegen Thomas Gerber, dass "es einige mehr gibt", die sich bereichert hätten. Die OB-Mitarbeiterin, die das Ganze extensiv betrieben habe, sei bei etwas erwischt worden, was andere auch getan hätten.

Wie berichtet, ist ein weiterer ehemaliger Mitarbeiter verdächtig, 36 000 veruntreut zu haben. Er bestreitet die Tat allerdings.

Eigenbrodt glaubt nicht an die Theorie, das mehrere Täter auf eigene Rechnung tätig waren: "Das haben mehrere zusammen gemacht". ko

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

So war's beim Kirschblüten-Fest im Rombergpark

Großer Andrang beim Frühlingsfest unter blühenden Bäumen

Dortmund Viele Besucher kamen am Sonntag zum 2. Kirschblüten-Fest im Botanischen Garten Rombergpark. Der Andrang war so groß, dass die Parkplätze schon am Vormittag dicht waren. Hier gibt‘s Fotos.mehr...

„Festi Ramazan“ in Dortmund auf der Kippe

Ärger um Veranstaltungsort vom Festival zum Ramadan

Dortmund Im Internet wird schon geworben für das „Festi Ramazan“, die laut Eigenwerbung „größte Ramadan-Veranstaltung in Europa“. Ob die aber wirklich vom 16. Mai bis 17. Juni zum sechsten Mal in Dortmund stattfindet, ist offen. Denn wieder einmal gibt es Ärger um den Veranstaltungsort.mehr...

Unwetterwarnung für Dortmund am Sonntagnachmittag

Gewitter und Starkregen sorgten für Feuerwehreinsätze

Dortmund Dem warmen Sommerwetter folgten am Sonntag in NRW teils schwere Gewitter mit Hagel und Starkregen. Der Deutsche Wetterdienst hatte für den Nachmittag für Dortmund eine Unwetterwarnung ausgegeben. Die Feuerwehr musste mehrfach ausrücken.mehr...

Feuerwehr befreit Hund aus Kanalrohr

Tierischer Einsatz der Dortmunder Feuerwehr in Lindenhorst

Dortmund Zu einem komplizierten Rettungseinsatz wurde die Dortmunder Feuerwehr am Samstag (21. April) in Lindenhorst alarmiert: Ein Hund stecke in einem Kanalrohr fest. Nach über zwei Stunden war die Labrador-Hündin wieder frei – und die Besitzerin sehr glücklich.mehr...

Polizei stoppt junge Raserin am Wall

22-Jährige rast bei Rot einmal um den Dortmunder Wall

Dortmund Die Dortmunder Polizei hat Freitagnacht (20. April) eine junge Raserin auf dem Wall gestoppt. Dabei grenzte es fast schon an ein Wunder, dass bei den riskanten Manövern der 22-Jährigen keine Unbeteiligten verletzt wurden. Am Ende waren Führerschein und der 200-PS Audi weg.mehr...

Vereinsprojekt für Auszeichnung gesucht

Preis soll „Dortmunder Engagement“ belohnen

Dortmund Seit Jahren vergeben das Medienhaus Lensing Hilfswerk mit Radio 91.2, der Sparkasse Dortmund und den Ruhr Nachrichten einen Ehrenamtspreis für besonderes Engagement. In diesem Jahr wird die Auszeichnung erstmals für ein Vereinsprojekt vergeben. Vereine können mit dem Preis „Dortmunder Engagement 2018“ viel Geld für gute Taten gewinnen.mehr...

NEU: Die wichtigsten Nachrichten aus Dortmund täglich auf Ihr Smartphone
WhatsApp
Jetzt anmelden