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Schwurgericht

Täter schlief neben Leiche im Bett

DORTMUND Der Fall ist kurios: Ein 32-Jähriger erstach seine Freundin und legte sich neben die Leiche ins Bett. Am Dienstag wurde ihm im Schwurgericht der Prozess gemacht.

Erst erstach er seine Freundin, dann legte er sich neben der Leiche ins Bett: Ein 32-jähriger Bauarbeiter ist am Dienstag vor dem Dortmunder Schwurgericht wegen Totschlags zu neuneinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Zu Beginn des Prozesses hatte der Angeklagte die Bluttat gestanden: Im September vergangenen Jahres hatte der Dortmunder mit einem Küchenmesser zweimal auf seine sechs Jahre ältere Freundin eingestochen, sie starb. Der völlig betrunkene Mann hatte sich dann neben seine tote Lebensgefährtin gelegt und seinen Rausch ausgeschlafen. Erst einen Tag später hatte die Polizei nach Hinweisen von Bekannten des Mannes die Leiche der Frau entdeckt.

Vor der Tat hatte das Paar mit Freunden einen Grillabend gefeiert. Der Verurteilte gab an, er habe seine Freundin nicht töten, sondern nur verletzen wollen. Sie habe ihn immer wieder vor anderen gedemütigt. Das konnte das Gericht nicht feststellen. „Das Opfer war unzufrieden mit der Beziehung, wollte, dass der Partner mehr aus sich macht, mehr Geld verdient“, so Richter Wolfgang Meyer bei der Urteilsbegründung. Auch am Tattag habe es laut Angaben der Freunde keinen besonderen Streit gegeben. Vielmehr habe die 39-jährige Frau empfunden, dass ihr Freund klammere, sie zu sehr einenge. Aber, so der Richter: „Jeder hat das Recht, Beziehungen zu beenden.

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