Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Tatah: "'Vielleicht werde ich ja Bundeskanzlerin?"

DORTMUND Zehn Jahre gibt es den Verein Africa Positive in Dortmund, das gleichnamige Magazin erscheint im gesamten deutschsprachigen Raum in 10.000er Auflage. Dahinter steckt die gebürtige Kamerunerin Veye Tatah. Jürgen Koers sprach mit ihr.

Tatah: "'Vielleicht werde ich ja Bundeskanzlerin?"

Will das negative Image von Afrika verbessern: Veye Tatah. Die 37-jährige Mutter zweier Söhne ist Chefredakteurin des Magazins "Africa Positive" und promoviert in Informatik.

Sie promovieren gerade im Fach Informatik. Africa Positive machen Sie dann in der Freizeit? Tatah: (lacht) Freizeit habe ich gar nicht. Wenn ich nicht an der Doktorarbeit sitze, arbeite ich für Africa Positive. Das ist schließlich Hobby und Herzensangelegenheit. Da steckt viel Engagement drin.

Und viel Erfolg, oder? Tatah: Wir bekommen immer mehr Aufmerksamkeit. Das Fernsehen etwa lädt mich als Expertin ein.

Ist das Bild von Afrika denn positiver geworden? Tatah: Wir haben ein bisschen davon erreicht. Viele Leute nehmen nicht mehr nur den Krisenkontinent wahr, wenn es gerade irgendwo kracht. Sie sehen auch die Chancen, zum Beispiel in der Wirtschaft. Wir versuchen auch, die Zusammenhänge verständlich zu machen, die für Armut und fehlende Entwicklung verantwortlich sind. Ich sage: Gebt den Afrikanern Zeit - und faire Rahmenbedingungen!

Was macht der Verein hier? Tatah: Wir gehen in Schulen, arbeiten mit Firmen für Vorträge und Diskussionen. Als Nächstes möchten wir ein Projekt "Afro-Lern-Mobil" starten. Da geht es um Nachhilfe und Integration für Migrantenkinder. Wer da investiert, spart spätere Kosten.

Stichwort Integration: Wie sieht es damit aus in Dortmund? Tatah: Ich kann nicht für alle 5000 Afrikaner hier sprechen. Für mich ist Integration das Gefühl, dass ich dazu gehöre und nicht anders behandelt werde. Ich wohne 17 Jahre hier und fühle mich wohl. Ich bin Dortmunderin. Und bleibe Kamerunerin.

Wird mit Obama ein Schwarzer Präsident in den USA? Tatah: Der hat wirklich viel erreicht für Afrika. (lacht) Vielleicht kann ich dann ja auch mal Bundeskanzlerin werden?

Africa Positive erscheint vierteljährlich. In Dortmund gibt es das Magazin in der Bahnhofsbuchhandlung, Königswall 15.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Wagen des Arbeiter-Samariter-Bund erfüllt Wünsche

Wünschewagen für todkranke Menschen

Dortmund Sie erfüllen todkranken Menschen den letzten Wunsch im Leben: Der Arbeiter-Samariter-Bund fährt mit zwei Wagen durchs Land und bringt Sterbende noch einmal ans Meer, ins Fußballstadion oder ins Konzert.mehr...

Warnstreik bei der IKK classic in Dortmund

Angestellte fordern 5,5 Prozent mehr Gehalt

Dortmund Die Gewerkschaft der Sozialversicherung rief am Dienstag zum Warnstreik auf. Betroffen war auch der Sitz der IKK classic in Dortmund. Sollte es bei den nächsten Verhandlungen nicht zu einer Einigung kommen, sind weitere Warnstreiks möglich.mehr...

Anklage wegen Betrugs und Urkundenfälschung

Dortmunder erschlich sich Kredite mit falschen Evonik-Verträgen

Dortmund/Bochum Mit gefälschten Verdienstabrechnungen des BVB-Hauptsponsors „Evonik“ sollen sich zwei Dortmunder bei einer Bank Kredite von mehr als 70.000 Euro erschwindelt haben. Seit Donnerstag steht das Duo in Bochum vor Gericht. Zum Auftakt gab es Geständnisse.mehr...

Wohnung in der Dortmunder Nordstadt verwüstet

Bewohnerin und Vermieter kesseln Einbrecher in Innenhof ein

Dortmund Ein 31-Jähriger ist am Mittwoch (18.4.) in eine Wohnung in der Dortmunder Nordstadt eingebrochen, hat dort die Küche verwüstet und wollte fliehen. Besonders weit kam er aber nicht.mehr...

E-Bike-Fahrer mit 68 km/h geblitzt

Mountainbike-Raser war ohne Helm und Zulassung unterwegs

Schwieringhausen Auf dem Fahrrad 68 km/h zu fahren könnte eine sportliche Höchstleistung sein. Im Falle eines 24-Jährigen stand jedoch ein Elektromotor dahinter. Der E-Bike-Fahrer wurde zunächst geblitzt, dann ging er der Polizei in die Fänge. Und die entdeckte Erstaunliches.mehr...

Dortmunder besuchten Partnerstadt Buffalo

Sierau will 40-jährige Verbindung mit US-Stadt ausbauen

Dortmund Eine von Oberbürgermeister Ullrich Sierau angeführte Delegation aus Dortmund hat die US-Partnerstadt Buffalo besucht. Die Städtepartnerschaft besteht seit 40 Jahren – und wurde jetzt bekräftigt. Sierau will den Kontakt ausbauen und hofft, über Buffalo den Elektroautobauer Tesla für Dortmund interessieren zu können.mehr...

NEU: Die wichtigsten Nachrichten aus Dortmund täglich auf Ihr Smartphone
WhatsApp
Jetzt anmelden