Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Theaternacht im balou : Claudia und die "68er"

BRACKEL Im Café balou an der Oberdorfstraße erlebten die Besucher im Rahmen der Dortmunder Theaternacht eine Reise zurück in die "68er".

Theaternacht im balou : Claudia und die "68er"

Zusammen auf einer Zeitreise in die 68er: Maris del Mestre, Jörg Schlotterer, Claudia Roth und Martin Werner (v.l.).

Eine Zeit, die die Welt nachhaltig verändert hat. Eine Zeit, in der Träume geboren wurden - von einer friedvolleren Welt mit mehr Gerechtigkeit.

Im ersten Teil des Abends gab es dazu Multimediaclips, Bilder, Texte und selbstverständlich: Musik. Musik der legendären Anarcho-Band "Ton Steine Scherben" (TSS) um Rio Reiser aus den frühen 70ern.

Gitarrist und Sänger Marius del Mestre, TSS-Flötist Jörg Schlotterer und natürlich Martin Werner, TSS-Keyboarder und mittlerweile Kulturbeauftragter des balou und Initiator der Veranstaltung bereiteten den Gästen einen unterhaltsamen Abend mit Hits wie "Menschenfresser" und "Mach kaputt, was dich kaputt macht".

Selbstironische berichte über eine vergangene Zeit  

Im zweiten Teil stand jedoch jemand anderes im Mittelpunkt: Claudia Roth, Front-Frau der Grünen und ehemalige TSS-Managerin las aus ihrem Buch "Das Politische ist privat" und sprach über ihre Entwicklung von der Theatermacherin zur Polit-Berühmheit. Witzig und selbstironisch berichtete sie über ihre Zeit in der chaotischen TSS-Kommune im dörflichen Fresenhagen und ihrer missratenen Bewerbung zur Pressesprecherin der Grünen. Ebenso ernst und emotional wird sie jedoch, als sie über das von ihr eingereichte Gnadengesuch der in den USA zum Tode verurteilten Deutschen Walter und Karl la Grand erzählt. Das Gesuch wurde abgelehnt, die Verurteilten hingerichtet. "Ein Ereignis, das mich stark prägte", verrät Claudia Roth bewegt. Man solle sich, so die Politikerin, auch heute noch immer wieder mit solchen Dingen auseinandersetzen. "In Zeiten von Guantanamo und Kandahar muss um Freiheit und Balance wieder gekämpft werden. In den 40 Jahren ist viel passiert, doch es ist noch lange nicht Land in Sicht." Solch bittere Erkenntnisse hielten die Grünen-Vorsitzenden aber nicht davon ab gute Laune zu verbreiten. Laut sang sie jedes Lied "der Scherben" mit und hatte offensichtlich genauso viel Freude an dem Abend wie die zahlreichen Besucher.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Mieter wollen klagen

Hannibal: Eilverfahren reicht Intown wohl nicht aus

DORTMUND Ein klagendes Ehepaar darf auch nach dem 1. Februar 2018 noch in seine Wohnung im Hannibal. Das hat das Amtgericht Dortmund am Dienstag per Eilverfahren festgesetzt. Für die anderen Mieter gilt das aber nicht. Jetzt wollen die sich gegen die Firma Intown zur Wehr setzen. mehr...

Standortwechsel

Deutsches Kochbuchmuseum verlässt Westfalenpark

DORTMUND Zum letzten Mal öffneten die Ehrenamtlichen des Deutschen Kochbuchmuseums am Mittwoch die Türen an der Buschmühle. Nächste Woche schließt die Ausstellung. In all den Jahren führten die Ehrenamtlichen Schulklassen durch den Bestand, halfen Wissenschaftlern bei der Recherche. Nur eines haben sie nie getan.mehr...

Einmaliges Betreuungskonzept im Ruhrgebiet

Entwurf für Kinderhospiz der Elisabeth-Grümer-Stiftung steht

WESTRICH Das geplante Kinderhospiz der Elisabeth-Grümer-Stiftung in Westrich wird in seinem Betreuungs-Konzept einmalig sein im Ruhrgebiet. Neben Geld suchen die Gründer ein Logo. Ein Wettbewerb soll das ändern.mehr...

Ärger mit Vonovia

Mieterin hat seit Juli Schimmelpilz in der Wohnung

KÖRNE Ein Bruch in der Regenfall-Leitung und schon war er da, der Schimmelpliz in der Wohnung. Bewohnerin Karin Backe aus Körne ist sauer, denn ihre Vermieterin, die Vonovia, hat den Schaden noch immer nicht korrekt beseitigt. Der besteht bereits seit Juli.mehr...

Traditionsveranstaltung

Ein Herz für die Kohlenkirmes

EVING Ein Herz für Meik Hibbeln und die Kohlenkirmes: Sabine Poschmann lobte das Kult-Event und beschenkte den Vorsitzenden des Evinger Gewerbevereins sowie viele Gäste der 38. Ausgabe des beliebten Volksfestes. Mit Lebkuchenherzen.mehr...

Wegen Sanierung

Teil der Max-Wittmann-Schule ist umgezogen

KEMMINGHAUSEN Die Max-Wittmann-Förderschule gibt‘s wegen der anstehenden Renovierung am Gebäude an der Oberevinger Straße 155 seit Schuljahresbeginn an zwei Standorten. Der Umzug war zunächst etwas holperig.mehr...