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Thier-Projekt in Warteschleife?

DORTMUND Irritationen um das Thier-Projekt: Die Wahrscheinlichkeit, dass noch in diesem Jahr das Planverfahren für das geplante Einkaufszentrum auf dem früheren Brauer-Areal startet, ist deutlich gesunken. Die Stadt sieht weiteren Klärungsbedarf.

Thier-Projekt in Warteschleife?

Die Größe der geplanten Einzelhandelsfläche auf dem Thier-Gelände sorgt für Diskussionen.

Mit Bedenken der Nachbarn gegen das Verkehrskonzept begründete Oberbürgermeister Langemeyer die neue Zurückhaltung in Sachen Thier-Entwicklung. Insbesondere Kaufhof-Chefin Monika Block sorgt sich um die Zu- und Abfahrt ihres Parkhauses an der Kolpingstraße. Die ECE-Pläne seien generell eine tolle Sache, bei der Verkehrserschließung gebe es aber Verbesserungsbedarf, bestätigte sie auf RN-Anfrage ihre Bedenken. Und auch in der Politik ist die Diskussion um das Verkehrskonzept nach erster Zustimmung durch die Ratsfraktionen wieder aufgeflammt, wie Stadtdirektor Ullrich Sierau anmerkt.

Für zusätzlichen Gesprächsstoff dürfte das Einzelhandelsgutachten sorgen, das inzwischen vorliegt und in der kommenden Woche im Konsultationskreis Einzelhandel beraten wird. Nach RN-Informationen will ECE 32.500 Quadratmeter für den Handel auf dem Thier-Gelände reservieren, die sich mit den ebenfalls übernommenen Flächen im Berlet-Haus auf 38 000 summieren. Doch es geht bei der Frage, ob das Konzept für den bestehenden City-Handel verträglich ist, nicht nur um die Größenordnung, sondern auch um die Auswahl der Sortimente und die hohe Qualität des Angebots, die ECE verspricht.

OB Langemeyer wird zudem nicht müde, zu betonen, dass für den Hauptbahnhof weiterhin 36 000 Quadratmeter Handelsfläche rechtlich gesichert sind – auch wenn ein Bau in dieser Größenordnung mehr als unwahrscheinlich ist. Immerhin: Bis Ende des Jahres erwartet Langemeyer Klarheit über die tatsächliche Entwicklung des Bahnhofs.

Für einen Start des Bebauungsplan-Verfahrens für das Thier-Projekt in der Dezember-Sitzung des Rates sieht er dennoch kaum noch eine Chance – wobei allerdings noch weitere Gespräche mit ECE anstehen. Denn eine Verschiebung der Entscheidung auf Februar könnte den gesamten Projektzeitplan ins Wanken bringen.

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