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Thier-Projekt soll City stärken

DORTMUND Den Einzelhandelsstandort Dortmund stärken und die City aufwerten - das soll das neue Einkaufszentrum des Projektentwicklers auf dem Thier-Gelände nach dem Willen der Stadtspitze. Und sie gibt unter dieser Maßgabe grünes Licht für die 270 Millionen-Investition.

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Noch ist das Thier-Center eine Vision. Die Politik streitet noch immer über die Größe der Handelsfläche.

So soll das frühere Berlet-Haus am Westenhellweg als einer der Eingänge zum Thier-Einkaufszentrum nach den Plänen von Entwickler ECE aussehen.

Heute gab Oberbürgermeister Dr. Gerhard Langemeyer die Vorlage der Verwaltung auf den Weg, mit der sich die Politik nun auch offiziell befassen kann. Dort hat das Projekt bekanntlich großes Rückhalt - außer bei den Grünen. Die fordern eine deutliche Verkleinerung der geplanten Handelsfläche, fürchten Schaden für den bestehenden Einzelhandel und eine "Trutzburg" auf dem früheren Brauerei-Areal.

Genau diese Bedenken bemühten sich die Entwickler und Vertreter der Stadtspitze auszuräumen. "Wir wollen in Konzept, dass sich öffent und nicht abschottet", betont Stadtdirektor Ullrich Sierau. Und auch ECE-Geschäftsführer Gerhard Dunstheimer versichert, dass man  die "Attraktivität der Einkaufsstadt Dortmund erhöhen" wolle. Dazu setze man auf einen ganz besonderen Mix aus Handel, Gastronomie und Kultur "in ansprechender architektonischer Form". Dunstheimer: "Wir wollen in Gestaltung und Mixtur etwas ganz Neues und Innovatives bringen."

Der Blick geht dabei auf die besondere Gestaltung des "Innenhofes" auf dem früheren Brauerei-Areal. Als Insel im neuen Baukörper soll ein eigenständiges Gebäude entstehen, das von den Einkaufspassage eingerahmt wird. Hier sollen unter einem weitgespannten Glasdach Kultur und Gastronomie zuhause sein - eine "Kulturterrasse" mit Panoramablick. Auf dem Dach soll eine Bühne für Konzerte, Kabarett oder ein Variete entstehen. Zum "Kulturgarten" mit Gastronomie soll auch die Grünfläche vor dem alten Thier-Verwaltungsgebäude am Wall werden, in der Hövels Hausbrauerei und möglichst auch die Theater-Klause weiter Bestand haben sollen. Für die Gestaltung der Fassaden des Gesamtkomplexes wird zudem ein Architektenwettbewerb mit mindestens acht Büros gestartet.

150 Geschäfte geplant

In Sachen Einzelhandel bleibt es dabei: 29 000 Quadratmeter neue Handelsfläche will ECE schaffen und mit knapp 150 Geschäften belegen, dazu kommen die bestehenden 5500 Quadratmeter im Berlet-Haus, das ECE mit übernommen hat und für die Anbindung des Centers zum Westenhellweg nutzt. "Mit der schönen Fassade wollen wir sehr behutsam umgehen", verspricht ECE-Architekt Andreas Fuchs.

Etwa die Hälfte der Handelsfläche wird auf Textil/Bekleidung entfallen. Wobei generell auch örtliche Anbieter eine Chance bekommen sollen. Knapp 60 Prozent der ECE-Partner seien Filialisten, daneben räume man auch regionalen und lokalen Händlern Platz ein, betont Projektentwickler Jörg Wege. Und die Nachfrage von Händlern vor Ort sei groß. Aber auch sonst gebe es noch genügend Lücken im Angebot. "Von den Top 150 im Einzelhandel in Deutschland, sind gut 80 noch nicht in Dortmund vertreten", rechnet Wege vor. Über drei Etagen sollen sich die Einkaufspassagen erstrecken. Darüber liegen bis ins fünfte Obergeschoss rund um die "Kultur-Insel" die Parkhaus-Flächen mit rund 800 Stellplätzen.

Fragt sich, ob sich nun auch die Grünen von dem Konzept überzeugen lassen. Ihnen und den anderen Fraktionen stellt ECE die Planungnen am 31. März vor. Am 24. April soll dann der Rat über die Einleitung des Bebauungsplan-Verfahrens entscheiden. Wenn alles gut geht und in einem Jahr die Baugenehmigung vorliegt, soll im Sommer 2009 der Abbruch der alten Brauereigebäude beginnen und im Herbst der Neubau starten. Geplanter Eröffnungstermin des Thier-Areals wäre dann Oktober 2011.

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Noch ist das Thier-Center eine Vision. Die Politik streitet noch immer über die Größe der Handelsfläche.

So soll das frühere Berlet-Haus am Westenhellweg als einer der Eingänge zum Thier-Einkaufszentrum nach den Plänen von Entwickler ECE aussehen.

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