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TuS Scharnhorst heimatlos

SCHARNHORST Sozusagen auf der Straße sitzt die Geschäftsstelle des TuS Scharnhorst. Mit sofortiger Wirkung wurde ihre Bleibe - der ehemalige Schulpavillon am Buschei 28 - aus Sicherheitsgründen gesperrt. Wolfgang Matzanke, Vorsitzender des Sportvereins (kl. Foto) ist erschüttert.

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Dass Dach scheint so marode, dass die Stadt den Pavillon aus Verkehrssicherheitsgründen sofort gesperrt hat. RN-Fotos (2) Schaper

Seit 2001 befindet sich hier die Geschäftsstelle des TuS.

Diese Hiobsbotschaft erreichte ihn Mittwochabend per E-Mail von dem zuständigen Mitarbeiter der städtischen Immobilienwirtschaft.

Bei einer turnusmäßigen Überprüfung durch eine Dachdecker-Fachfirma habe man so schwerwiegende Schäden festgestellt, dass aus Gründen der Verkehrssicherungspflicht der Pavillon vollständig gegen Betreten gesichert werden müsse.

"Nach unserer Informationen erfolgt jetzt zunächst eine Schätzung der Stadt über die Höhe der Kosten und das Ausmaß einer möglichen Sanierung", sagt Wolfgang Matzanke. "Wir befürchten allerdings Schlimmeres: Dass uns der Pavillon in Zukunft überhaupt nicht mehr zur Verfügung stehen wird."

Wolfgang Matzanke kommt diese prekäre Situation bekannt vor. Bereits vor sieben Jahren befand sich der TuS - mit über 1300 Mitgliedern der größte Sportverein im Dortmunder Nordosten - in ähnlich misslicher Lage. "Da hatten wir das Glück, dass die Buschei-Grundschule die Pavillon-Räume nicht mehr benötigte", erinnert sich Matzanke. Seit 2001 werden hier die Geschäfte des Vereins abgewickelt.

"Uns erscheint das dringende Vorgehen der Stadt nicht ganz nachvollziehbar, denn über irgendwelche Mängel am Pavillon sind wir bisher nie informiert worden", wundert sich der TuS-Vorsitzende.

Schnell handeln

Auf jeden Fall war am Mittwochabend schnelles Handeln erforderlich. "Wir haben dort immerhin 140 Quadratmeter Nutzfläche möbliert, und unsere gesamte Verwaltung lagert dort. Das Wichtigste haben wir sofort herausgeholt," so Matzanke.

Und wo bleibt die heimatlose Geschäftsstelle jetzt? "Keine Ahnung. Ein geordneter Betrieb ist zurzeit jedenfalls nicht möglich. Geschäftsführer Harald Bören und Schatzmeisterin Andrea Morton werden das Nötigste von Zuhause erledigen. Aber das ist doch kein Dauerzustand."

Von der Stadt war gestern zu der Sperrung des Pavillons und den festgestellten Schäden keine Stellungnahme zu erhalten. Petra Frommeyer

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