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Opfer waren in Lebensgefahr

Überfall mit Millionenbeute: Bande droht lange Haft

DORTMUND/MÜNCHEN Mit Kabelbindern an Stühle gefesselt - so sollen Diebe aus dem Ruhrgebiet nach einem Überfall mit Millionenbeute ein betagtes Ehepaar in einer Villa am Tegernsee zurückgelassen haben. Vor Gericht fordert die Staatsanwaltschaft hohe Strafen für die beiden Hauptangeklagten aus Lünen und ihren Dortmunder Komplizen.

Überfall mit Millionenbeute: Bande droht lange Haft

Diese Villa am Tegernsee wurde im Januar 2014 überfallen.

Sie gingen brutal vor, haben ihre Opfer wehrlos und gefesselt zurückgelassen: Für die beiden Hauptangeklagten aus Lünen im Prozess um einen spektakulären Raubüberfall mit Millionenbeute auf ein betagtes Ehepaar in einer Villa am Tegernsee hat die Staatsanwaltschaft am Montag lebenslange Haft gefordert. Die geständigen Brüder Thomas (49) und Ingo (42) W. sind aus Sicht der Anklagebehörde des versuchten Mordes und schweren Raubes schuldig. 

Das Duo soll am 8. Januar 2014 über die Terrasse in das Anwesen im bayerischen Rottach-Egern eingedrungen sein. Die beiden Männer schlugen den Hausherrn laut Anklage zusammen, dann fesselten sie ihn und seine herzkranke Frau mit Kabelbindern, Schals und Gürteln an Stühle. Anschließend flüchteten sie mit Porzellan aus den frühen Meißner Jahren im Wert von gut einer Million Euro sowie Schmuck und Uhren für rund 256.000 Euro im Auto der Frau. 

Staatsanwalt: Opfer waren in Lebensgefahr

Die 73 und 76 Jahre alten Opfer blieben bei heruntergelassenen Rollläden hilflos zurück. „Sie waren in Lebensgefahr“, sagte der Staatsanwalt im Münchner Landgericht. Seinem Plädoyer zufolge haben die Räuber mit der Flucht die Folgen ihres Vorgehens für die Eheleute „aus der Hand gegeben“. Die vorbestraften Brüder hatten keinen Einfluss darauf, ob das Paar rechtzeitig gefunden wurde. 

Tatsächlich mussten die Eheleute mehr als 15 Stunden auf ihre Befreiung warten. Diese hatten sie dem Umstand zu verdanken, dass der Mann einen Termin bei seinem Anwalt nicht wahrnehmen konnte. 

Dortmunder Hehler kannte Dieb aus gemeinsamen Knasttagen

Für einen Mitangeklagten, den 56 Jahre alten Ralf „Kalli“ K. aus Dortmund, der ein Freund des älteren Bruders aus gemeinsamen Gefängnistagen ist, beantragte der Staatsanwalt eine neunjährige Strafe wegen Anstiftung sowie Hehlerei. „Kalli“ hatte nämlich auf einer Geburtstagsfeier das vermögende Ehepaar kennengelernt und ausgehorcht. Nach dem Überfall hatte er das kostbare Porzellan nach Nordrhein-Westfalen zu einem Antiquitätenhändler aus Hagen gebracht. Für diesen hielt der Anklagevertreter eine Bewährungsstrafe von 22 Monaten für ausreichend. 

Die Polizei hatte die Beschuldigten im Herbst 2014 festgenommen. Das geraubte Porzellan konnte zum überwiegenden Teil sichergestellt werden. 

von dpa

MÜNCHEN/LÜNEN/DORTMUND Ja, er habe das ältere Ehepaar Anfang 2014 am Tegernsee in Bayern überfallen - das hat am Mittwoch ein Lüner vor dem Landgericht München gestanden. Bei der Tat dabei sollen ein Dortmunder und der Bruder des Lüners gewesen sein. Alle sollen die über 70-Jährigen brutal überwältigt und dabei sogar deren Tod in Kauf genommen haben.mehr...

DORTMUND/ROTTACH-EGERN Spektakulärer Überfall aufgeklärt: Im Januar ist die Villa eines betuchten Ehepaars am Tegernsee ausgeraubt worden. Die Täter machten eine Beute von 1,3 Millionen Euro. Jetzt hat die Polizei zwei Verdächtige gefasst - sie wohnen in Dortmund und Lünen.mehr...

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