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Vater wollte Geld für seinen Sohn

Der Angeklagte war 14, als er nach Deutschland kam. Allein. Seine Eltern hatten ihn in Pakistan in die Hände von Schlepperbanden gegeben. Er sollte arbeiten und das Geld nach Hause schicken. Jetzt ist er 21 und sitzt in Untersuchungshaft.

Vor der 7. Strafkammer des Landgerichts hat er gestern zugegeben, an einem brutalen Raubüberfall beteiligt gewesen zu sein. Das Opfer war ein Bekannter (25), ebenfalls pakistanischer Herkunft. Es war der 4. Juli, als der Angeklagte mit drei Mittätern an der Wohnung des 25-Jährigen auftauchte. Der Mann hatte keine Chance. Die Angreifer hatten Waffen dabei - eine Pistole und ein Messer. Hände und Füße wurden mit Handschellen gefesselt, Mund und Augen zugeklebt.

Vier Stunden lang durchwühlten die maskierten Täter die Wohnung in der Haydnstraße. Sie vermuteten Bargeld, vielleicht auch Schmuck. "Wir dachten, da sind 10 000 Euro zu holen", sagte der Angeklagte im Prozess. Tatsächlich gefunden haben sie aber nur 350 Euro. Am Ende nahmen sie deshalb auch andere Sachen mit: Kleidung, einen DVD-Player, ein Handy, gefälschte Pässe und mehr.

Die Hintergründe der Gewalttat sind nicht ganz durchsichtig. "Ich brauchte Geld, um meinen Sohn aus Pakistan zu holen", sagte der 21-Jährige den Richtern. Der Junge wird im Dezember drei, war damals bei Verwandten, weit weg von seinen Eltern. Warum? Die Mutter des Kindes sprach am Rande des Prozesses von Problemen in der Familie. "Jetzt ist der Junge aber wieder bei uns", sagte sie mit einem Lächeln. Dafür ist der Vater eingesperrt. Welche Strafe ihn erwartet, ist noch unklar. Im Prozess vor der 7. Strafkammer gibt es noch viele offene Fragen. Vor allem die: Wo ist das Opfer? Der 25-jährige Mann gilt zurzeit als unauffindbar. Der Prozess wird fortgesetzt. Jörn Hartwich

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