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Vorgetäuschte Straftat

Vergewaltigungs-Lüge kostet mehrere hundert Euro

DORTMUND Brutal und verängstigend - so schilderte eine 22-jährige Frau aus Soest im Sommer 2015 eine Vergewaltigung in der Dortmunder Innenstadt. Die Kriminalpolizei ermittelte mit großem Aufwand und enttarnte die schwere Straftat als Lüge. Die Justiz in Arnsberg schlägt die Akte jetzt zu.

Vergewaltigungs-Lüge kostet mehrere hundert Euro

Der Dortmunder U-Turm.

Innerhalb von vier Monaten muss die Studentin ein Monatseinkommen überweisen und damit einen Strafbefehl begleichen. Bezahlt sie pünktlich, stellt die Justiz das Verfahren endgültig ein. Damit bleibt der jungen Frau ein öffentliches Gerichtsverfahren erspart. Die genaue Höhe wollte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft nicht nennen. Da die zur Tatzeit am 26. Juli 2015 22-jährige Frau zurzeit studiert, sei der Betrag nicht besonders hoch. Die Lüge aus der Disko-Nacht werde mehrere hundert Euro kosten.

Angst und Schrecken verbreitet

Die Angaben der Frau aus Soest hatten Angst und Schrecken verbreitet: Sie gab der Polizei an, nach einem Diskotheken-Besuch im "Dortmunder U" in der Innenstadt auf dem Weg zum Hauptbahnhof in ein Auto gezogen worden zu sein. Zwei Männer seien dann an einen unbekannten Ort gefahren. Einer der angeblich ausländisch aussehenden Täter habe sie dann vergewaltigt. Im Tatfahrzeug sei sie dann in Bahnhofs-Nähe gefahren und dort ausgesetzt worden.

Sicherheitsgefühl beeinträchtigt

Auf die Anzeige einer so schweren Straftat reagierte die Dortmunder Kriminalpolizei mit großem Aufwand. Es galt, mit der Festnahme der mutmaßlichen Täter auch das beeinträchtige Sicherheitsgefühl junger Diskotheken-Besucher wiederherzustellen. Die Polizei fahndete mit einer Täterbeschreibung. Doch die als "Südländer" beschriebenen Täter konnte sie nicht finden - denn eine Woche nach der Tat erhärteten sich die Zweifel der Kriminalpolizei: Die Vergewaltigung war frei erfunden. Das vermeintliche Opfer legte ein Geständnis ab, nachdem die Kripo es mit den Bedenken konfrontiert hatte.

Warum die Frau die Vergewaltigung erfunden hat, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft nicht mit. Zur Tatzeit war sie alkoholisiert.

Ins Auto gezerrt und vergewaltigt?

Frau (22) erfindet Vergewaltigung nach Party im U-Turm

DORTMUND Es hörte sich nach dem schrecklichen Ende einer Partynacht an: Eine 22-jährige Frau hat behauptet, an einem frühen Sonntagmorgen Ende Juli am Dortmunder U in ein Auto gezerrt und an einem unbekannten Ort vergewaltigt worden. Danach sollen die Täter ihr Opfer in der Nähe des Hauptbahnhofs ausgesetzt haben. Wenige Tage später kam heraus: Die Frau hat die Geschichte erfunden.mehr...

DORTMUND Die 22-jährige Frau aus Soest ist am 26. Juli 2015 nach einer Partynacht im Dortmunder U nicht vergewaltigt worden. Die Tat hatte sie nur vorgetäuscht. Bei der Polizei legte sie jetzt ein Geständnis ab. Verschiedene Hinweise weckten bei den Ermittlern Skepsis.mehr...

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