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Versorgungsamt zahlt nun doch die Pflegekosten

Nach unserer Berichterstattung über eine 96-Jährige, der das Versorgungsamt nach einem brutalen Raubüberfall die Erstattung der Pflegekosten verweigerte, hat die Behörde eingelenkt. "Nach einer erneuten Begutachtung durch den medizinischen Dienst haben wir eine Pflegezulage gewährt", erklärte Paul Griestop, Sprecher des Versorgungsamtes.

Der Fall hatte im Februar für große Aufregung gesorgt. Marta B. war in ihrer Wohnung von einem Verbrecher gewürgt worden, bis sie bewusstlos zu Boden stürzte. Mit schweren Verletzungen kam sie ins Krankenhaus. Als sie entlassen wurde, war die stark geh- und sehbehinderte Seniorin auf Hilfe angewiesen, doch das Amt verweigerte die Übernahme der Kosten für einen Pflegedienst. Die häusliche Pflege sei "weder notwendig noch zweckmäßig", hieß es in der Begründung. Die 96-Jährige: "Für mich sind diese Worte eine Beleidigung." Die Rentnerin hatte bei dem Überfall eine Gehirnerschütterung, eine Schulterprellung, Blutergüsse im Gesicht und am Hals sowie eine Blutung im Gehörgang erlitten.

Aufgrund des Entlassungsberichtes des Klinikums habe man zunächst keine andere Entscheidung fällen können, so Griestop. Doch nach dem RN-Bericht habe man einen neuen Arztbericht angefordert - auf dessen Grundlage sei die Kostenübernahme dann doch noch möglich gewesen. "Über die Entscheidung sind wir sehr froh, jetzt hat die Gerechtigkeit doch noch gesiegt", sagte die Tochter der Seniorin unserer Zeitung. Marta B. lebt trotz ihrer Behinderungen und ihres hohen Alters noch alleine in ihrer Wohnung. weg

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