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Volkstrauertag in Mengede: Gegen Diskriminierung und Intoleranz

MENGEDE Brauchen wir den Volkstrauertag noch? Diese Frage stand im Mittelpunkt der Ansprachen von Pfarrerin Anja Franke von der evangelischen Noah-Gemeinde und von Bezirksbürgermeister Bruno Wisbar auf der Gedenkfeier in Mengede.

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Auch am Somborner Denkmal gedachten Pfarrer Steier (l.), Politiker und Bürger der Toten des Zweiten Weltkrieges

Die Gedenkfeier mit Kranzniederlegung in Mengede eröffnete Paul Gausepohl (l.) vom Heimatverein. Pfarrerin Franke und Bezirksbürgermeister Bruno Wisbar hielten die Reden.

Anja Franke stellte zwar fest, dass der Volkstrauertag vor allem bei Menschen, die den Krieg nicht selbst erlebt haben, viel an seiner Bedeutung verloren hat. Er sei aber "immer noch ein Tag, um der Toten der zwei Weltkriege zu gedenken" und "um von den Toten zu lernen, dass der Krieg nur Opfer kennt und dass Krieg - um Gottes Willen nicht sein darf." Anja Franke weiter: "Wer sich der Vergangenheit nicht erinnert, ist dazu verurteilt, es noch einmal zu erleben."

Volkstrauertag heiße, "sich der Opfer zu gedenken und sich vor den Opfern zu verneigen, ihr Leben, ihren Schmerz und ihr Leid zu würdigen". Volkstrauertag heiße auch "weitere Opfer sowie Diskriminierung und Intoleranz zu vermeiden ...(und) die Hand zur Versöhnung zu reichen."

Bezirksbürgermeister Bruno Wisbar betonte ebenso: "Der Volkstrauertag ist wichtig." Wichtig, um an die Gräueltaten früherer und der heute noch stattfindenden Kriege zu erinnern. Er forderte auch zum Einsatz für einen globalen Frieden auf.Lied vom guten Kameraden

Die Gedenkfeier an der neben den Bürgerschützen der Heimatverein sowie der Bergmanns-Unterstützungs-Verein und der Knappenverein "Glück auf" teilnahmen, deren Fahnen sich nach der Kranzniederlegung zum Lied vom guten Kameraden (gespielt vom Bläserchor der Noah-Gemeinde ) am Ehrenmal senkten, wurde durch den Heimatvereins-Vorsitzenden Paul Gausepohl eröffnet. Er erinnerte daran, dass der Volkstrauertag, 1919 vom Volksbund Deutscher Kriegsfürsorge ins Leben gerufen und später von den Nationalsozialisten zum Heldengedenktag umfunktioniert, seit 1952 in Mengede in seinem ursprünglichen Sinn Tradition hat. Er bat die Zuhörer, sich "immer und überall für unsere freiheitliche Grundordnung einzusetzen, sich entschlossen gegen ihre Feinde zu wehren und das friedliche Zusammenleben zwischen Menschen und Völkern mit aller Kraft zu fördern." Und sie sollten diese Gedanken an die nachwachsenden Generationen weitergeben, "damit sich die schrecklichen Ereignisse der Vergangenheit niemals wiederholen werden".

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