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Vor Leuchttürmen die freie Szene nicht vergessen

Welche Erwartungen verbinden Dortmunder Kultur-Macher mit der Kulturhauptstadt 2010? Und was ist Stand der Planung? Auf Einladung der FDP-Fraktion wurde am Dienstag im Hoesch-Museum diskutiert. Auf dem Podium: Theater-Direktorin Bettina Pesch, Bianka Lammert (Kinder- und Jugendtheater), Horst Hanke-Lindemann (Fletch Bizzel) und Ralf Witzel (FDP-Geschäftsführer im Landtag). Witzel, im Aufsichtsrat der RUHR.2010 GmbH, war der Experte für Fragen nach Zahlen, Finanzen, Überbau: 2000 Projektvorschläge aus dem Ruhrgebiet seien in Essen eingegangen, darunter 170 aus Dortmund. Die würden nun katalogisiert und bewertet; 20 Prozent können auf Realisierung hoffen, so Witzel.

Dortmunds Städtische Bühnen nehmen Folgendes in Angriff: Als "Wanderzirkus" in Kooperation mit anderen Stadttheatern soll die "Odyssee" im Revier gespielt werden, so Bettina Pesch. Dann werde es ein Projekt zu Carl Orff geben, unter Beteiligung mehrerer Orchester. Horst Hanke-Lindemann machte sich zum Anwalt der freien Theaterszene. Seine Befürchtung: Vor lauter "Leuchtturm"-Projekten würden die freien Bühnen ins Abseits gestellt: "Auch die Kleinen brauchen zugkräftige Produktionen!" Geld sei das A und O, es fließe zu wenig an die freie Szene. Wo bleibe die viel beschworene "Nachhaltigkeit", wenn Mittel in Prestigeprojekte flössen, die 2010 beendet seien? Wer auch danach eine vitale Theaterlandschaft wolle, der dürfe die Freien nicht marginalisieren. Mit dem Schwerpunkt "Chormusik" werde Dortmund keinen Blumentopf gewinnen.

Womit dann? Bianka Lammert hat die Erfahrung gemacht, dass die Arbeit mit Kindern Langzeitwirkung hat. Ein KJT-Projekt heißt "Schöne neue Welt": Junge Leute wollen in der S-Bahn spielen und auf Plätzen. Einig war sich die Runde, dass die vielen Ethnien ein Pfund seien, mit dem das Ruhrgebiet wuchern kann. Wie, das ist noch offen. kai

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