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Sölder wehren sich gegen Pläne für Unterführung

Warum Bürger beim Umbau in Sölde rot sehen

Sölde Selten hat ein Plan für so viel Ärger gesorgt, wie der Umbau der Unterführung an der Sölder Straße. Zwar scheint das Projekt unumstößlich, doch die Bürger geben nicht auf.

Warum Bürger beim Umbau in Sölde rot sehen

Noch in diesem Jahr soll die Unterführung an der Sölder Straße ausgebaut werden. Foto: Jörg Bauerfeld

Zeitgemäß ist das Bauwerk nicht mehr, marode ist es auch. Und dass die Unterführung an der Sölder Straße umgebaut werden muss, steht eigentlich auch außer Zweifel. Nur das Wie ist es, das den Bürgern die Zornesröte ins Gesicht treibt. Und nicht nur denen.

Auch die Mitglieder der Bezirksvertretung stehen den Plänen mehr als skeptisch gegenüber. Die Meinung bei den kommunalen Politikern ist klar: Vermehrten Lkw-Verkehr durch Sölde darf es nicht geben.

Warum Bürger beim Umbau in Sölde rot sehen

Bezirksbürgermeister Schädel mit 500 Unterschriften. Foto: Jörg Bauerfeld

Und darum geht‘s: Die aktuelle Unterführung am südlichen Ortseingang zu Sölde wird abgebrochen. Ein Neubau ist von der Deutschen Bahn veranlasst. Das Problem ist dann folgendes: Aufgrund der jetzigen Bauweise passen Lkw über 7,5 Tonnen nicht durch die Durchfahrt. Beim neuen Bauwerk wird das kein Problem mehr darstellen. Denn die neue Unterführung wird dann nicht mehr eine Höhe von nur drei Metern haben, sondern vier. „Das wollen wir auf jeden Fall verhindern“, sagt Lothar Thielmann.

500 Unterschriften gesammelt

Thielmann wohnt nur einige Meter nördlich der Unterführung und befürchtet das Schlimmste. „Es kann nicht sein, dass direkt an der Sölder Straße gegenüber dem Einkaufszentrum eine Kindertagesstätte neu errichtet wird und gleichzeitig Umbauten an der besagten Unterführung vorgenommen werden, die den Lkw-Verkehr sicher anwachsen lassen werden“, sagt Lothar Thielmann. Er hat jetzt eine Unterschriftensammlung ins Leben gerufen. Gegen die geplante Höhe des neuen Bauwerks. 500 Unterschriften sind schon zusammengekommen, die an Bezirksbürgermeister Jürgen Schädel überreicht wurden – es sollen noch mehr werden.

Auch in den sozialen Netzwerken schlägt die Unterführungs-Diskussion hohe Wellen. So gibt es unter anderem eine Karikatur, die eine Szene nach dem Neubau der Unterführung darstellt – mit jeder Menge Lkw-Verkehr. „Keine schöne Vorstellung“, ist in den Kommentaren zu lesen, oder: „Ich befürchte, an den Gedanken muss man sich gewöhnen... dann donnern die Trucks auch durch Sölderholz rauf und runter“. Und auch die Verwaltung kommt nicht gut weg. „Immer wieder frage ich mich: Ist die Verwaltung für das Wohl des Bürgers da oder umgekehrt?“, so eine Userin.

Der Grund ist, dass der Rat der Stadt Dortmund trotz gegensätzlicher Meinung vieler Bürger und auch dem einstimmigen Votum der Mitglieder der Aplerbecker Bezirksvertretung den Ausbau der Bahnbrücke beschlossen hat.

Für die Stadt ist die Sache klar

Für die Stadtverwaltung zumindest ist die Sache klar: „Die Sölder Straße ist klassifizierte Landstraße und hat eine wichtige Netzbedeutung über den Ortsteil Sölde hinaus. Der heutige Durchlass entspricht in keiner Weise dieser Bedeutung und ist zudem auch nicht verkehrssicher. Es ist nicht erkennbar, dass hierdurch spürbar mehr Lkw-Verkehr durch die Ortslage von Sölde entsteht [...]. Die Sölder Straße erschließt keine größeren Gewerbegebiete, die häufigen Bahnübergangschließungen im Ortskern machen Umfahrungen über diese Strecke zudem unattraktiv“, ist in einem Schreiben von Stadtrat Ludger Wilde zu lesen.

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