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Muslimischer Badeanzug

Warum Burkinis in vielen Bädern verboten sind

DORTMUND Sie sollen auch streng muslimischen Frauen das Schwimmen ermöglichen. Burkinis – ein zweiteiliger Badeanzug aus Elastan mit integrierter Kopfbedeckung. In den Dortmunder Schwimmbädern sind Burkinis jedoch unerwünscht. Wir haben gefragt, warum das so ist.

Warum Burkinis in vielen Bädern verboten sind

Zwei muslimische Schülerinnen beim Schwimmunterricht in Freiburg.

Diskriminierend sei das Verbot nicht, sagen die Betreiber der Bäder. Unhygienisch und gefährlich – das sind die Hauptargumente, aufgrund derer das Tragen der Burkinis in den Bädern verboten sind.

„Wir wollen mit dem Verbot niemanden diskriminieren“, sagt Claudia Heckmann, Geschäftsführerin der Sportwelt. Unter diesem Dach betreibt die gGmbH fünf Hallen- und fünf Freibäder, wie etwa die Hallenbäder in Mengede und Hombruch und die Freibäder Stockheide oder Volkspark.„Wir können nicht kontrollieren, was unter den Anzügen getragen wird“, sagt Claudia Heckmann. Das betreffe nicht nur die muslimische Kleidung, sondern auch die bei Männern beliebten Badeshorts. „Darunter tragen einige normale Unterhosen“, sagt Heckmann. Die Konsequenz: Auch Shorts sind verboten.

 Neben der Hygiene sieht sie auch eine Gefahr. „An der Kleidung können andere Schwimmer hängen bleiben“, sagt Heckmann. Und auch beim eventuell nötigen Abschleppen, könnte diese Kleidung ein Risiko sein. „Die Kleidung saugt sich voll und ist damit deutlich schwerer.“  Ein Problem, das auch der SSC Hörde diskutiert hat. Seit acht Jahren steht daher in der Hausordnung des Hörder Hallenbad: Burkinis und Badeshorts verboten. „Eine Shorts trägt im Schnitt einen Liter Wasser ab“, sagt Benny Bartel, stellvertretender Vorsitzender. Das sei ein Kostenfaktor, denn neben dem Wasserverlust tragen die Besucher auch chemische Substanzen aus dem Becken. Im Hörder Bad gibt es für Schulklassen keine Sonderrechte.

   Anders sieht es in den städtischen Bädern (Nord-, West- und Südbad) aus. Um Kindern muslimischen Glaubens das Schwimmenlernen zu ermöglichen, werden Ausnahmen von der Badeordnung zugelassen, die sonst nur übliche Badekleidung zulässt.  Dass auch Musliminnen schwimmen wollen, versteht Claudia Heckmann gut. Bislang hätten ihre Bäder noch keine Anfrage nach speziellen Frauenzeiten gehabt. Man wolle aber darüber nachdenken. In der „Welle“ (Derne) und auch im Evinger Hallenbad wird bereits Frauen-Schwimmen angeboten. An diesem Tag ist nur weibliches Personal im Haus und die Besucherinnen sind von außen nicht zu sehen.

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