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Kokainhandel

Warum der Drogenkrieg am Borsigplatz eskaliert

DORTMUND Mit Gewalt und "Straßenverboten" versucht eine türkische Großfamilie, den Kokainverkauf durch Libanesen am Borsigplatz zu verhindern. Am vergangenen Wochenende ist der Konflikt eskaliert. Der Polizei bleibt nur eine Möglichkeit.

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Die Stahlwerkstraße (unterer Bildrand) liegt nahe des Borsigplatzes.

Am 15. Mai 2015 hagelte es nach Angaben von Mitgliedern einer türkischen Familie in der Dortmunder Nordstadt einige "Backpfeifen": Die Schläge trafen Libanesen, die vor einem Friseursalon im Borsigplatz-Viertel verlorenes Terrain zurückerobern und ein wenig Kokain verkaufen wollten. Das Geschäft mit der Droge lohnt sich; ein kleiner "Läufer" kommt als Drogenkurier auf 70 Euro. Am Tag. Sein Chef schafft 1000 bis 3000 Euro. Auch am Tag, wenn er mehrere Läufer beschäftigt. Für das Geld legt man sich gern schon mal an mit denen, die das Revier kontrollieren wollen.

"Säuberungsaktion" gegen Libanesen

Keine Stunde nach den Backpfeifen vor dem Friseursalon rückten mehrere Dutzend Libanesen in der Stahlwerkstraße vor' tag='. Im Visier hatten die mit Messern, Macheten und Schreckschusspistolen bewaffneten Angreifer die "Bar Cardi". Deren Gäste konnten die Revieransprüche im Borsig-Viertel mit Barhockern und Tischen abwehren. Tags darauf, am Samstag, wollten die Türken den Libanesen dann noch einmal verdeutlichen, wer im Revier das Sagen hat. "Sie sind geblieben und haben dafür die Rechnung bekommen", sagt einer der Männer über jenen Samstag. Wieder soll es "Backpfeifen" gegeben haben, wie ein Besucher der "Bar Cardi" sagt, und einige Libanesen hätten dann "ins Krankenhaus gemusst". Unumwunden ist von einer "Säuberungsaktion" die Rede. "Wir lassen die nicht mehr auf die Straße", sagt ein junger Mann, "sonst fühlen die sich als Sieger."

Massenschlägerei in der Nordstadt

Bei der Massenschlägerei kamen Macheten, Stühle und Messer zum Einsatz, dazu wurden bei mehreren Autos Scheiben eingeschlagen und Spiegel abgetreten.
Bei der Massenschlägerei kamen Macheten, Stühle und Messer zum Einsatz, dazu wurden bei mehreren Autos Scheiben eingeschlagen und Spiegel abgetreten.
Bei der Massenschlägerei kamen Macheten, Stühle und Messer zum Einsatz, dazu wurden bei mehreren Autos Scheiben eingeschlagen und Spiegel abgetreten.
Bei der Massenschlägerei kamen Macheten, Stühle und Messer zum Einsatz, dazu wurden bei mehreren Autos Scheiben eingeschlagen und Spiegel abgetreten.
Bei der Massenschlägerei kamen Macheten, Stühle und Messer zum Einsatz, dazu wurden bei mehreren Autos Scheiben eingeschlagen und Spiegel abgetreten.
Bei der Massenschlägerei kamen Macheten, Stühle und Messer zum Einsatz, dazu wurden bei mehreren Autos Scheiben eingeschlagen und Spiegel abgetreten.
Bei der Massenschlägerei kamen Macheten, Stühle und Messer zum Einsatz, dazu wurden bei mehreren Autos Scheiben eingeschlagen und Spiegel abgetreten.
Bei der Massenschlägerei kamen Macheten, Stühle und Messer zum Einsatz, dazu wurden bei mehreren Autos Scheiben eingeschlagen und Spiegel abgetreten.
Bei der Massenschlägerei kamen Macheten, Stühle und Messer zum Einsatz, dazu wurden bei mehreren Autos Scheiben eingeschlagen und Spiegel abgetreten.
Bei der Massenschlägerei kamen Macheten, Stühle und Messer zum Einsatz, dazu wurden bei mehreren Autos Scheiben eingeschlagen und Spiegel abgetreten.
Bei der Massenschlägerei kamen Macheten, Stühle und Messer zum Einsatz, dazu wurden bei mehreren Autos Scheiben eingeschlagen und Spiegel abgetreten.
Bei der Massenschlägerei kamen Macheten, Stühle und Messer zum Einsatz, dazu wurden bei mehreren Autos Scheiben eingeschlagen und Spiegel abgetreten.
Bei der Massenschlägerei kamen Macheten, Stühle und Messer zum Einsatz, dazu wurden bei mehreren Autos Scheiben eingeschlagen und Spiegel abgetreten.
Bei der Massenschlägerei kamen Macheten, Stühle und Messer zum Einsatz, dazu wurden bei mehreren Autos Scheiben eingeschlagen und Spiegel abgetreten.
Bei der Massenschlägerei kamen Macheten, Stühle und Messer zum Einsatz, dazu wurden bei mehreren Autos Scheiben eingeschlagen und Spiegel abgetreten.
Bei der Massenschlägerei kamen Macheten, Stühle und Messer zum Einsatz, dazu wurden bei mehreren Autos Scheiben eingeschlagen und Spiegel abgetreten.
Bei der Massenschlägerei kamen Macheten, Stühle und Messer zum Einsatz, dazu wurden bei mehreren Autos Scheiben eingeschlagen und Spiegel abgetreten.
Bei der Massenschlägerei kamen Macheten, Stühle und Messer zum Einsatz, dazu wurden bei mehreren Autos Scheiben eingeschlagen und Spiegel abgetreten.
Bei der Massenschlägerei kamen Macheten, Stühle und Messer zum Einsatz, dazu wurden bei mehreren Autos Scheiben eingeschlagen und Spiegel abgetreten.
Bei der Massenschlägerei kamen Macheten, Stühle und Messer zum Einsatz, dazu wurden bei mehreren Autos Scheiben eingeschlagen und Spiegel abgetreten.
Bei der Massenschlägerei kamen Macheten, Stühle und Messer zum Einsatz, dazu wurden bei mehreren Autos Scheiben eingeschlagen und Spiegel abgetreten.
Bei der Massenschlägerei kamen Macheten, Stühle und Messer zum Einsatz, dazu wurden bei mehreren Autos Scheiben eingeschlagen und Spiegel abgetreten.
Bei der Massenschlägerei kamen Macheten, Stühle und Messer zum Einsatz, dazu wurden bei mehreren Autos Scheiben eingeschlagen und Spiegel abgetreten.

Fraglos ein Fall von Selbstjustiz. Gesetzlich sei das auch "nicht in Ordnung", heißt es in der "Bar Cardi". Die Bar-Besucher und deren Freunde sehen sich gezwungen, das Revier zu verteidigen: "Wenn wir stillbleiben, übernehmen die Libanesen unsere Läden. Wenn wir weg sind, ist der Borsigplatz am Ende." Eine Kampfansage nicht nur gegen Libanesen, sondern auch gegen den Rechtsstaat. Kim Freigang von der Dortmunder Polizei: "Gefahrenabwehr und Strafverfolgung sind Aufgaben der Polizei. Daneben gibt es nichts - und daran muss sich jeder Bürger dieser Stadt halten." - "Mit Sicherheit lassen wir uns von niemandem verbieten, hier die Füße auf die Straße zu stellen", reagierte auch Dortmunds Rechtsdezernentin Diane Jägers auf die Machtansprüche vom Borsigplatz.

"Wir greifen hart durch"

Seit dem 15. Mai 2015 unterbinden die Polizei und das Ordnungsamt mit Razzien und anderen Kontrollen weitere Konflikte. Rund um die Uhr. "Wir greifen hart und energisch durch", stellte Polizeipräsident Gregor Lange klar. Ein sicheres Leben in der Nordstadt ist ein Strategie-Ziel der Dortmunder Polizei. Zufrieden ist der Jurist mit der aktuellen Lage nicht. Denn Drogenhändler versuchen mit Gewalt, Revieransprüche durchzusetzen. Gregor Lange spricht von "schwerwiegenden Anlässen". Rechtsdezernentin Diane Jägers sagt, dass die Nordstadt zwar immer mit einem "Grundrauschen", zu dem auch der Drogenhandel und -konsum gehöre, leben müsse. Aber derlei Auswüchse seien nicht tolerierbar.

Erneut Festnahmen nach Straßenkampf

Polizeieinsatz nach einem heftigen Straßenkampf: Die Polizei ist auf der Suche nach Angreifern und Zeugen.
Die Polizei und das Ordnungsamt statteten Cafés im Borsigplatz-Viertel einen Besuch ab.
In diesem Café konnten Polizisten einen der 60 Kontrahenten festnehmen.
Polizei auf der Kamener Straße in der Nordstadt.
Im "Café Paris" klickten die Handschellen.
Polizeieinsatz vor einer Bar auf der Stahlwerkstraße in der Dortmunder Nordstadt.
Polizeieinsatz vor einer Bar in der Dortmunder Nordstadt.
Polizeieinsatz auf der Stahlwerkstraße in der Nordstadt. Besucher des Cafés im Hintergrund sind angegriffen worden.
Polizeieinsatz auf der Stahlwerkstraße in der Nordstadt.
Polizeieinsatz in der Nordstadt.
Im "Café Paris" auf der Kamener Straße konnte die Polizei einen mutmaßlichen Angreifer festnehmen.
Polizeieinsatz auf der Stahlwerkstraße in der Dortmunder Nordstadt.

Mit intensiven Kontrollen stoßen Polizei und Stadt Dortmund nach eigenen Angaben längst an Grenzen. Kein anderer Dortmunder Wachbezirk beschäftigt soviel Personal und Einheiten wie die Nordstadt-Polizei. Das Ziel: "Dem Markt die Drogen entziehen." Ermittlungserfolge wie die Schläge gegen Mitglieder libanesischer Banden mit insgesamt 502 Jahren Haftstrafe und der Sicherstellung von 30 Kilogramm Kokain und 600.000 Euro sind hart erarbeitet und selten. Häufig lässt die Justiz die jungen Ersttäter wieder laufen. "99,9 Prozent der Verfahren gegen Ersttäter werden eingestellt", sagt der 1. Polizeihauptkommissar Detlef Rath als Leiter der Polizeiwache an der Münsterstraße. Denn die erwischten Dealer führen nur so geringe Mengen mit sich, die bei einer Kontrolle zum tolerierten "Eigenbedarf" erklärt werden. 

"Ein Ansporn für diese Leute"

Aus Sicht vieler Nordstädter ist das zu wenig. "Das ist doch ein Ansporn für diese Leute", meint der 53-jährige Vermieter Jörn Schulte. Die Anfänger im Drogenhandel hätten erst einmal keine Konsequenzen zu befürchten, denn "unsere Gesetze sind für die Drogenverkäufer nicht von Bedeutung." Schulte sieht die Verantwortung dafür nicht bei der Polizei: "Die hat sicher eine Verantwortung. Aber während durch die Hintertür immer mehr Personal abgebaut wird, wird von vorne herum immer mehr verlangt." Die Polizei und die Stadt Dortmund sehen sich nicht in der Lage, noch mehr Personal in die Nordstadt zu verschieben. Rechtsdezernentin Jägers: "Wir müssen auch die Bedürfnisse in den anderen Stadtbezirken berücksichtigen."

Anwohner haben Ideen

Für die Einzelhändler Wolf und Wolfgang Kalvelage (Münsterstraße) und den Nordstädter Reinhold Giese aus der Stahlwerkstraße fallen spontan zwei Maßnahmen ein, die die soziale Schieflage verändern und das Geschäft mit den Drogen erschweren könnten:

  • Arbeitslosen Arbeit geben, damit sie den Lebensunterhalt ohne Straftaten bestreiten können
  • Drogensüchtigen nach medizinischer Indikation kontrolliert Drogen verabreichen, um den Drogenbossen die Geschäftsgrundlage zu entziehen.

Doch ein Ausweg aus der Misere ist nicht in Sicht. Den Verlust von 30.000 Arbeitsplätzen in der Stahlindustrie vor über 30 Jahren am Borsigplatz hat die Nordstadt nie verkraftet, sagt der 73-jährige Reinhold Giese. Der Nordstädter sieht durchaus "kluge Leute, die viel Geld investieren. Aber das sind die Drogenhändler." Giese fordert eine Rekultivierung des Borsigplatz-Viertels und Investitionen in eine Infrastruktur für die Bürger. "Ich höre immer, dass das alles zu teuer sei", meint er resigniert und legt nach: "Ich sage: Wenn ich auf die Knastkarrieren und den volkswirtschaftlichen Schaden durch Kriminalität blicke, sind die Folgekosten noch höher als die Ausgaben für eine Rekultivierung des Viertels."

DORTMUND 60 Personen sind am Freitag mit Messern und Macheten in der Nordstadt aufeinander losgegangen. Die Polizei konnte mehrere Personen festnehmen. Beseitigt ist die Gefahr noch nicht: Die Polizei will eine weitere Eskalation verhindern und ist mit starken Kräften in dem Bezirk unterwegs.mehr...

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Die Stahlwerkstraße (unterer Bildrand) liegt nahe des Borsigplatzes.

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