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An der Fuldastraße

Warum in Aplerbeck immer wieder Rohre brechen

APLERBECK 17 Rohrbrüche in fünf Jahren - das haben die Anwohner der Fuldastraße in Aplerbeck erlebt. Immer wieder stehen sie ohne Wasser da. Allein in der vergangenen Woche brachen die Leitungen dreimal auf. Der Grund für die Probleme führt in die DDR.

Warum in Aplerbeck immer wieder Rohre brechen

Horst Tuneke steht in den Resten seines Vorgartens. Allein in der vergangenen Woche platzte hier dreimal die Wasserleitung und dem Anwohner damit endgültig der Kragen.

Wenn Horst Tuneke (71) und Ehefrau Gabriele (68) auf den Vorgarten ihres Einfamilienhauses an der Aplerbecker Fuldastraße blicken, sehen sie keinen Rasen und keine Rosen – sondern eine Baustelle. Und das in schöner Regelmäßigkeit: 17 Wasserrohrbrüche in fünf Jahren zählen das Ehepaar und seine Nachbarn. Davon allein drei in der vergangenen Woche. „Langsam geht mir die Hutschnur hoch“, schimpft Tuneke.

„Immer das gleiche Spiel“, ärgert sich der Ruheständler. „Ich rufe an, die Arbeiter kommen vorbei, graben Vorgärten auf, machen Rasen und Rosenstöcke kaputt, flicken das Rohr, streuen Rasensamen und sind wieder weg.“ Wenig Tage später breche die Leitung erneut auf und alles beginne von vorn.

Kunststoffrohre aus der DDR

Bei den Reparaturen am Donnerstag vergangener Woche habe er gehofft, das Problem werde endlich gelöst. Zwei Tage später, am Samstag, gab es den nächsten Rohrbruch – und wieder fünf bis sechs Stunden kein Wasser. Jetzt ist Tuneke mit seiner Geduld am Ende. „Sechs Häuser sind betroffen. Warum wird die Leitung nicht endlich erneuert?“ Aus Gesprächen mit den Arbeitern hat Tuneke erfahren, dass es sich um alte, in der ehemaligen DDR produzierte Kunststoffrohre handele. „Die waren vermutlich billiger.“

Aus DDR-Produktion stammen die Leitungen tatsächlich, wie DEW-Sprecherin Jana-Larissa Marx auf Anfrage unserer Zeitung bestätigt. Dabei handele es sich um Kunststoffrohre aus Polyethylen (PE). Die Dortmunder Stadtwerke als damaliger Wasserlieferant hätten sie von einem Produzenten nahe Bitterfeld bezogen und in der 70er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts unter anderem in der Fuldastraße verlegt.

Lebensdauer von 50 Jahren

Da ihre Lebensdauer bei rund 50 Jahren liege, träten nun Materialermüdungen auf. Dass es sich um Billig-Varianten handele, wollte die DEW-Sprecherin nicht bestätigen. „PE ist der beste Werkstoff.“ Der sei inzwischen so fortentwickelt, dass die neue Generation 100 Jahre und damit doppelt so lange halte.

Zwar seien die Schäden in der Fuldastraße an wechselnden Abschnitten aufgetreten. „Wir hätten das aber früher erkennen müssen“, räumt Marx ein. Gute Nachricht für die Anwohner: Jetzt endlich sollen die Leitungen komplett gewechselt werden. Dabei werde DEW zwei Hauptleitungen zu einer zusammenfassen und die Hausanschlüsse erneuern. „Ende der Woche soll es losgehen.“ Dauer der Arbeiten: rund zwei Wochen.

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