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Gericht wartet auf ballistisches Gutachten zu Sprengsätzen

Prozess um BVB-Anschlag

Im Prozess um den Bombenanschlag auf die Mannschaft von Borussia Dortmund wartet das Schwurgericht weiter auf die Erstellung eines physikalischen Gutachtens. Es soll klären, wie gefährlich die Explosion wirklich gewesen ist. Am Montag musste der Angeklagte Sergej W. erneut aussagen.

DORTMUND

von Martin von Braunschweig

, 04.06.2018
Gericht wartet auf ballistisches Gutachten zu Sprengsätzen

Ein Gutachten soll klären, welchen zusätzlichen Schaden die Metallstifte hätten anrichten können, die Sergej W. im April 2017 mit Sprengsätzen auf den Mannschaftsbus des BVB abgefeuert hatte. © dpa (Archivbild)

Ein Experte für Ballistik soll berechnen, mit welcher Energie die in den Sprengsätzen versteckten Metallstifte durch die Luft geflogen sind und welche zusätzlichen Schäden sie hätten anrichten können. Die Richter hoffen, die Expertise Ende Juni vorliegen zu haben.

„Die Computeranimationen laufen“, sagte der Vorsitzende Richter Peter Windgätter am Montag in der Verhandlung. Er habe erst kürzlich mit dem beauftragten Sachverständigen telefoniert. Dieser habe ihm zugesichert, dass selbst in seiner Urlaubszeit weiter gearbeitet werde. „Ich war jedenfalls sehr angenehm überrascht von dem in Aussicht gestellten Zeitrahmen“, sagte Windgätter.

Richter befragt nochmal Sergej W.

Bis der Sachverständige sein Gutachten erstatten kann, sind trotzdem noch einige Verhandlungstage anzuberaumen. Dies ist nötig, um bestimmte Fristen einzuhalten, innerhalb derer Strafverfahren fortgesetzt werden müssen.

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Am Montag wurde der Angeklagte Sergej W. von den Richtern ergänzend befragt. Vor allem die Tatsache, dass der 29-Jährige unmittelbar nach dem Bombenanschlag ins Hotel-Restaurant ging und ein Steak bestellte, interessierte die Kammer.

Sergej W.: Habe das Steak nur bestellt, um mich nicht verdächtig zu machen

Der Angeklagte sagte dazu nur: „Ich hatte gar nicht vor, etwas zu essen. Ich habe da nur gesessen.“ Als er aber zweimal von der Kellnerin angesprochen worden sei, habe er befürchtet, sich verdächtig zu machen, wenn er sich nicht wie ein Restaurantgast benehme.

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