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Weltreise mit Höhenflügen

Petrus scheint ein Freund des Straßentheaters und der Weltmusik zu sein: Eine fast mediterrane Atmosphäre lockte am Samstag rund 8000 Besucher zum 15. Micro!Festival auf den Friedensplatz. Am Freitag kamen rund 2000 Besucher.

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Circus Bone Idle aus Irland trat am Nachmittag auf. Menne

Hier suchte eine Flamenco-Carmen Don Quichotte in seinen Träumen heim.

Den Höhepunkt im Programm der 16 Ensembles aus elf Ländern sah das Publikum diesmal nicht beim Samstagabend-Finale. Der "Don Quichotte" vom Teatr KTO aus Krakau erklärte sich nicht von selbst, und die Tanz- und Schauspielszenen auf dem Boden waren für eine Platzinszenierung ungeeignet und mehr ein Kampf um gute Sicht als gegen Windmühlen.

Die Kerngeschichte, die Albträume von Don Quichotte in einem Glaskäfig, zeigten die Polen auf fahrbaren Podesten in drei Meter Höhe. Krankenschwestern kämpften dort um das Leben des Ritters, Monster, Köchinnen, und eine Flamenco-Carmen, erschienen Quichotte im Traum. Es hat schon aufregendere Straßentheaterproduktionen gegeben - hätte man nicht gewusst, dass hier die Geschichte von Don Quichotte gespielt wird, hätte man sie auch für die von Schneewittchen halten können. Schön war das Schlussbild mit vielen kleinen Windmühlen als Grabsteine für den toten Quichotte.

Für mehr Begeisterung hatten Scott, der Weltmeister der Magier, und seine blonde, gut gelaunte "Baukasten-Assistentin" Muriel gesorgt. Verblüffende Magie mischte das Duo in seinem kleinen Klapptheater gewitzt mit Comedy. Die etwas eigenwillige Band LaXula war davor nicht die Combo, die für die größte Samstagabend-Partystimmung sorgte. Das gelang dem Trio "Mime Crime" besser. Glänzende Wiener Walzer-Parodien und die drei Tenöre zauberte es auf die Bühne.

Eine glückliche Hand hatte Festival-Organisatorin Claudia Kokoschka vom Kulturbüro auch bei der Auswahl der Gruppen am Freitag. Das Duo aus Australien setzte im Stewardessen-Kostüm, mit Hula-Hop-Artistik und viel Charme zu humoristischen Höhenflügen an. Und der Pas-de-deux von "Oko Sokolo" auf dem Drahtseil wurde nicht nur besonders gefeiert, weil das Publikum während des Platzregens darauf etwas warten musste.

Das Micro!Festival ist inzwischen als Pendant zum Weihnachtsjazz zum festen Treffpunkt nach dem Urlaub geworden. Und die Künstler lobten die schöne Atmosphäre im Künstlerdorf hinter den Ständen, die eine kulinarische Weltreise von Afrika bis Thailand boten. JG

Weitere Bilder im Netz:

www.RuhrNachrichten.de/dortmund

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