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Stadt sieht Fortschritte

Weniger Wartezeiten bei den Bürgerdiensten

DORTMUND Skandale um verschwundene Dokumente, lange Warteschlangen und vorzeitig geschlossene Türen - die Dortmunder Bürgerdienste haben im vergangenen Jahr für reichlich negative Schlagzeilen gesorgt. Die Stadt hat Besserung versprochen und sieht sich dabei auch schon auf einem guten Weg. Wir schauen, wie der Stand der Dinge ist.

Weniger Wartezeiten bei den Bürgerdiensten

So sah es im Juli 2016 bei den Bürgerdiensten aus.

Was war das Problem?

Für die Bürger nervig waren vor allem die langen Wartezeiten bei spontanen Besuchen bei den Bürgerdiensten, etwa zur Neuausstellung eines Personalausweises. Die Schlangen bei den Bürgerdiensten in der Innenstadt reichten zeitweise bis weit auf den Friedensplatz. Mehrfach wurden die Türen des Dienstleistungszentrums wegen Überfüllung geschlossen. Ähnlich sah es in den Bezirksverwaltungsstellen in den Stadtbezirken aus. Wegen Personalmangels wurde hier an einigen Tagen gar nicht geöffnet. Wer einen Termin buchen wollte, brauchte ebenfalls Geduld. Drei bis vier Wochen Wartezeit waren die Regel.

Wie hat die Stadt gegengesteuert?

Mit organisatorischen Maßnahmen. Dazu gehören vor allem die Einrichtung eines Bereichs für schnell zu erledigende Amtsgeschäfte und die Aufstockung des Personals. 17 freie Stellen sind inzwischen besetzt. Dazu kommen weitere neue 25 Stellen. Bis Anfang März sollen damit 42 Mitarbeiter mehr im Einsatz sein und für Entlastung sorgen – auch, wenn eine Einarbeitungszeit von bis zu einem halben Jahr nötig sei, wie es von der Verwaltung heißt.

Was hat sich geändert? 

Die Entlastung sei spürbar, die Wartezeiten hätten sich deutlich verkürzt, bilanziert Rechtsdezernentin Diane Jägers. Dass Bürgerdienststellen wegen Überlastung zeitweise schließen mussten, habe es seit Anfang November nicht mehr gegeben. Die Warteschlangen bei Spontan-Besuchen seien deutlich kürzer.

Wie eine Stichprobe unserer Redaktion ergab, muss man auch nicht mehr drei oder vier Wochen auf Termine bei den Bürgerdiensten warten. Beim Online-Test waren am Mittwoch sogar kurzfristige Termine für die nächsten Tage zu bekommen.

Sind damit die Probleme gelöst?

Nein. Abgeschlossen ist der Reformprozess bei den Bürgerdiensten damit aber noch nicht. Nach dem ungeklärten Verschwinden von Dokumenten gilt es auch Sicherheitslücken zu stopfen. Eine weitere Steuerungsebene mit sechs Mitarbeitern wurde eingerichtet. Außerdem wird untersucht, ob es bei der zuletzt üblichen Einheitssachbearbeitung von Einwohnermelde- und Kfz-Angelegenheiten bleibt. Die Untersuchung dazu soll bis Ende des Jahres laufen, kündigte Diane Jägers an. Spätestens Anfang 2018 könnte man dann mit einer neuen Struktur starten. 

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