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Wenn jung für alt den Tisch deckt

Berghofen Die weißen Tassen und Teller stehen akkurat an ihrem Platz. Windlichter und bunte Servietten sorgen für eine gemütliche Atmosphäre.

Die großen Plätzchenteller laden zum Naschen ein, der frisch gebackene Apfelkuchen duftet. Dazwischen wuseln Franka, Nadine, Vanessa, Astrid und Nadja herum. Die fünf Studentinnen der Fachhochschule (FH) Dortmund sorgen für den letzten Feinschliff - alles soll stimmen. Denn in den Räumen der katholischen Kirchengemeinde St. Joseph fällt gleich der Startschuss zum ersten Seniorencafé, das die fünf zusammen mit dem Seniorenbüro Aplerbeck auf die Beine gestellt haben.

Praxis-Projekt

"Das Projekt ist durch eine Lehrveranstaltung an der FH entstanden", sagt Franka Menzel. Profession und Gesellschaft heißt das Handlungsfeld, in denen die Studentinnen der angewandten Sozialwissenschaften ein Praxis-Projekt, welches über Frauen und Sozialarbeit handelt, durchführen müssen. Die Gruppe entschied sich, "etwas mit Senioren zu planen". Nur wie beginnen? Hilfreich war am Ende der Kontakt der Fachhochschule zum Seniorenbüro in Aplerbeck. Die beiden Mitarbeiterinnen, Brigitte Steffen und Petra Emig, zeigten sich sofort begeistert.

St. Joseph

"Wir sind in Kontakt mit verschiedenen Kirchengemeinden getreten und die St.-Joseph-Gemeinde hat uns einen Raum zur Verfügung gestellt", sagt Brigitte Steffen. Aber mit dem Raum allein war es nicht getan.

"Es waren eine Menge an Vorbereitungen zu treffen", so Franka Menzel. Kontakte mussten geknüpft, ein Programm überlegt werden. Den Senioren zumindest gefiel der Anfang. "Es ist schön hier, so gemütlich", sagt Therese Siegel. Die 76-jährige war die erste Besucherin, weitere folgten in Minutenabständen.

Es scheint ein Erfolg zu werden, das Seniorencafe an der Busenbergstraße, das insgesamt sechs Mal (jeweils dienstags um 15 Uhr) stattfinden wird. jöb

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