Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Streit mit DSW21

Wer ist Schuld an Sturz auf Bahnsteig?

APLERBECK Fußgroßes Loch: Weil Sieglinde Hoffmann im Juli auf dem Bahnsteig der U 47 in Aplerbeck stürzt, kann sie ihren linken Arm bis heute kaum heben. Die DSW21 sieht sich für den Unfall am Bahnsteig nicht in der Verantwortung. Eine Möglichkeit auf Schadensersatz könnte es für die 63-Jährige dennoch geben.

Wer ist Schuld an Sturz auf Bahnsteig?

Sieglinde Hoffmann auf dem Bahnsteig, wo der Unfall passierte. Die Endhaltestelle der U 47 in Aplerbeck.

Als Sieglinde Hoffmann am 6. Juli auf dem Bahnsteig stürzt, ist ihre linke Schulter so sehr in Mitleidenschaft gezogen, dass eine sofortige Operation folgen musste. Auch heute, fast drei Monate nach dem schweren Unfall, kann Sieglinde Hoffmann den Arm nicht mit eigener Kraft heben. Sie ist im Alltag derart eingeschränkt, dass sie noch auf fremde Hilfe angewiesen ist. Passiert ist die ganze Sache um 9.45 Uhr auf dem Bahnsteig der Endhaltestelle der U47 im Ortskern von Aplerbeck.

„Und deshalb sind wir auch der Meinung, dass die DSW21 für den Schaden aufkommen muss“, sagt ihr Mann Gerhard Hoffmann. Die Stadtwerke haben eine andere Meinung zu dem Fall, sie wären ihrer Verkehrssicherungspflicht nachgekommen, so ein Mitarbeiter auf nachfrage unserer Redaktion. „Jetzt sind wir auf der Suche nach Zeugen, die den Sturz meiner Frau gesehen haben“, sagt Gerhard Hoffmann.

Fußgroßes Loch auf dem Bahnsteig

Auslöser war ein Loch auf dem Bahnsteig. Rund um einen der dort aufgestellten Papierkörbe ist ein Bereich mit kleinen Steinen gepflastert. Das Problem – ein Teil dieser Steine fehlt, sodass sich ein fußgroßes Loch auf dem Bahnsteig auftat. Und genau das war der Auslöser für den schweren Sturz der Sieglinde Hoffmann. „Ich ging genau hinter meiner Frau und habe das Loch auch nicht gesehen“, sagt ein erboster Gerhard Hoffmann.

Die 63-Jährige kam aus dem Gleichgewicht, fiel zu Boden und hatte sofort starke Schmerzen. „Ich konnte meinen Arm überhaupt nicht mehr bewegen“, sagt Sieglinde Hoffmann rückblickend. Ihr Mann informierte sofort den Fahrer der U-Bahn, die sich am Haltepunkt befand und ging dann mit seiner Frau zu einer nahegelegenen Orthopädie-Praxis.

Ein Blick auf das Röntgenbild zeigte sofort die Schwere der Verletzung. Sieglinde Hoffman wurde ins Schwerte Marien-Krankenhaus gebracht und noch am selben Tag operiert. „Wir sind noch mit unserem Anwalt in Gesprächen, ob wir auf Schadensersatz klagen“, sagt Gerhard Hoffmann. Aus Sicht der DSW21 ist die Sachlage klar. Man bedaure den Unfall natürlich sehr, so ein Mitarbeiter der DSW21.

Keine Schuld vorzuwerfen

Und die Stadtwerke wünschen der Gestürzten auch alles Gute. Eine Schuld an dem Unfall habe man sich nicht vorzuwerfen, so die Stellungnahme. Die Haltestellen würden alle vier bis sechs Wochen auf ihren Zustand kontrolliert. Die Haltestelle in Aplerbeck war am 21. Juni dran. Also etwas über zwei Wochen vor dem Unfall. Über das Loch sei man nicht informiert gewesen. Weder die Reinigungskräfte noch einer der Fahrer habe die marode Stelle bemerkt.

Eine intensive Sichtprüfung alle vier bis sechs Wochen sei ausreichend, um der Verkehrssicherungspflicht nachzukommen. Es sei auch so, dass man auch an Haltestellen selber auf schadhafte Stellen achten muss. In diesem Fall läge Selbstverschulden vor. Die DSW21 lehnen daher auch die Übernahme des Schadens der Sieglinde Hoffmann ab. Ob am Ende ein Gericht über die Schuldfrage entscheidet, hängt sicher auch davon ab, ob die Familie Hoffmann Zeugen für den schweren Sturz finden kann. 

 

APLERBECK Noch nervt die Ampel auf der B1 in Höhe der Marsbruchstraße. Erst im Oktober dieses Jahres wird sie verschwunden sein. Dann soll die U47 endlich im Tunnel unter der viel befahrenen Bundesstraße in Richtung Aplerbeck verschwinden – mit reichlich Verspätung.mehr...

WESTERFILDE Ein unglücklicher Sturz am Bahnhof Westerfilde hat am Montagnachmittag eine Stadtbahn der Linie U47 eine Stunde lahmgelegt. Eine 75-jährige Frau war beim Aussteigen mit dem Bein zwischen Bahnsteig und Stadtbahn geraten - und steckte fest. Um sie zu befreien, musste sich die Feuerwehr etwas einfallen lassen.mehr...

DORTMUND Das ist der Albtraum jeder Mutter: Bei einer Fahrt mit der Straßenbahn der Linie U47 wurde Inger Leenaarts aus Huckarde von ihrem vier Monate alten Baby getrennt. Beim Ausstieg ging die Tür zu, die Mutter war drin, das Kind draußen. Und die Bahn fuhr weiter. Schuld war ein seltener technischer Defekt.mehr...

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Echtes Dorfgefühl

So präsentierte sich Aplerbeck beim Apfelmarkt

APLERBECK Erneut präsentierten sich beim Aplerbecker Apfelmarkt rund um das historische Amtshaus, das Wasserschloss Haus Rodenberg und seine Insel und auf der Köln-Berliner-Straße viele Vereine, Institutionen und Gewerbetreibende sowie der Bauernmarkt. Wir haben Fotos gemacht.mehr...

Marsbruchstraße

Diese Schiene ist eine Sturzfalle für Radfahrer

APLERBECK Ist der Übergang der Schienen der U 47 auf die Fahrbahn an der Marsbruchstraße ein Unfallschwerpunkt? Zahlreiche Radfahrer sagen eindeutig ja - und berichten von gefährlichen Situationen, Stürzen und sogar Knochenbrüchen.mehr...

Zweitägiges Stadtteilfest

Das erwartet Sie beim Aplerbecker Apfelmarkt

APLERBECK Jetzt dauert es nicht mehr lange bis zum größten Fest des Stadtbezirks Aplerbeck. Wie auch in den Vorjahren steht das erste September-Wochenende (2. und 3.9.) ganz im Zeichen des Apfels. Wir zeigen, was die Besucher erwartet.mehr...

Eigenes Modelabel

Dreifache Mutter designt Taschen aus Applebeach

APLERBECK Sie ist Mutter von drei Kindern und Gründerin eines eigenen Modelabels: Die Aplerbeckerin Dagmar Knappkötter-Esch (52) stellt unter dem Namen "Applebeach" Taschen aus waschbarem Papier her - mit Dortmund-Motiven. Nun stellt sie ihre Produkte das erste Mal einer breiteren Öffentlichkeit vor.mehr...

22-Jährige aus Auto befreit

Autos kollidieren an B1-Abfahrt - Verletzte in Spezialklinik

APLERBECK Bei einem schweren Unfall in Aplerbeck sind am Freitagnachmittag zwei Autofahrer verletzt worden. Ihre Wagen prallten an der B1-Abfahrt auf der Leni-Rommel-Straße zusammen. Dabei wurde eine 22-jährige Frau in ihrem Wagen eingeklemmt und musste mit hydraulischem Gerät befreit werden.mehr...

Iltisweg

Haltestelle ohne Bank und Papierkorb: Dortmunderin hilft sich selbst

Berghofen Keine Überdachung, keine Bank, kein Papierkorb. An der Bushaltestelle Iltisweg in Berghofen fehlt eigentlich alles, was Service für Fahrgäste bedeuten würde. Anwohnerin Anne Potthoff-Uniewski ärgerte sich vor allem über den Müll der Wartenden in ihrem Garten. Sie fasste einen ungewöhnlichen Plan.mehr...