Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Anzeige
Anzeige

Mord in Sölde

Wer tötete die 89-jährige Rentnerin Gisela Aufermann?

SÖLDE Am 12. April 2016 ermordete ein unbekannter Täter im Dortmunder Stadtteil Sölde die 89-jährige Rentnerin Gisela Aufermann. Die Polizei sucht Zeugen, die an den Bushaltestellen vor dem Tatort gestanden oder gegenüber einen Supermarkt besucht haben. Sie müssen dem Täter sehr nah gewesen sein.

/
Auch vor dem Wohnhaus hängst ein Plakat, das ein Foto der Rentnerin zeigt. Die Polizei bittet darauf Zeugen um Hinweise.

Gisela Aufermann wurde in ihrem Haus an der Sölder Straße 146 ermordet.

Polizei und Staatsanwaltschaft wissen schon sehr viel über die Tat vom 12. April 2016: Sie können aufgrund der Verletzungen des Opfers von einem Mord sprechen und sie wissen, dass der Täter - oder die Täterin - in dem Wohnhaus an der Sölder Straße 146 ein Feuer gelegt hat, um verräterische Spuren zu vernichten. Dennoch: Die kriminaltechnische Untersuchung (KTU) der Polizei konnte Spuren sichern, die das Landeskriminalamt (LKA) mit höchster Priorität auswertet.

Tat zwischen 19 und 20 Uhr

Die verdächtige(n) Person(en) müssen das Haus an jenem Abend zwischen 19 und 20 Uhr betreten oder verlassen haben. Um 20.04 Uhr erhielt die Feuerwehr den Brandalarm. Wenige Minuten später entdeckten Einsatzkräfte die getötete Rentnerin. 90 Minuten dauerte der Einsatz gegen die Flammen. Später stellte ein Brandermittler der Kriminalpolizei fest: Das Feuer ist gelegt worden. Dann das Obduktionsergebnis: Gisela Aufermann wurde getötet.

Zwei Bushaltestellen und Supermärkte

Zwei Bushaltestelle der Linie 431 liegen gegenüber vom Tatort und neben dem Haus mit der Nummer 146. Hier können am 12. April 2016 zwischen 19 und 20 Uhr Fahrgäste von DSW21 auf die Busse in Richtung Aplerbeck / Schwerter Wald oder Sölderholz gewartet haben. Sie könnten gesehen haben, dass eine verdächtige Person das Holztörchen zu dem 1905 errichteten Haus geöffnet und das Grundstück betreten oder verlassen hat.

Polizei sucht Hinweise

Tote Rentnerin in Sölde: Es war Mord

SÖLDE Am Dienstag wurde eine 89-Jährige nach einem Feuerwehreinsatz in Dortmund-Sölde tot in ihrem Haus gefunden. Inzwischen hat die Polizei ermittelt: Sie ist ermordet worden. Mit einem Fahndungsplakat sucht die Polizei nun Zeugenhinweise.mehr...

Als Zeugen infrage kommen auch Kunden der gegenüberliegenden Supermärkte. Eine Edeka und ein Lidl teilen sich den großen Parkplatz. Wer das Grundstück befährt oder verlässt, ist unmittelbar in der Nähe des Tatorts - und kann einen PKW oder eine Person beobachtet haben. Staatsanwalt Jörg Schulte-Göbel bittet Fahrgäste, Passanten oder Supermarktbesucher darum, zurückzudenken: "Jemand kann etwas für uns Wichtiges gesehen haben, ohne dass ihm das bewusst war."

"Für jeden kleinen Hinweis dankbar"

Die Seniorin wohnte alleine in dem Haus. "Man hat sich manchmal im Garten gesehen und man hat sich gegrüßt", sagt eine Sölderin, "wir fühlen uns eigentlich ganz wohl hier im Vorort - und jetzt kommt etwas Schreckliches plötzlich so nahe". Sölde ist ein kleiner Vorort im Dortmunder Süden mit überschaubaren Siedlungsstraßen. Anwohner könnten der Mordkommission wertvolle Tipps geben: Waren Unbekannte in dem Stadtteil für dubiose Haustürgeschäfte unterwegs? Wer passte nicht ins Straßenbild und kundschaftete die Gegend aus? - "Wir sind für jeden noch so kleinen Hinweis dankbar", sagt der Staatsanwalt.

Nach Mord an Rentnerin: Polizei sucht Zeugen in Sölde

Gisela Aufermann wurde in ihrem Haus an der Sölder Straße 146 ermordet.
Auch vor dem Wohnhaus hängst ein Plakat, das ein Foto der Rentnerin zeigt. Die Polizei bittet darauf Zeugen um Hinweise.
Auch Kunden von Edeka und Lidl können Personen beobachtet haben, die mit der Tat etwas zu tun haben.
Links das Haus Sölder Straße 146, in dem die Rentnerin am 12. April 2016 getötet wurde, und die Bushaltestelle. Rechts an der Schranke die Zufahrt zu den Supermärkten.
Vor dem Haus hält der Bus, der Richtung Aplerbeck / Schwerter Wald fährt. Gegenüber liegt die Haltestelle für Busse mit Ziel Sölderholz.
Vor dem Haus, in dem die Rentnerin ermordet wurde, hält die Buslinie 431. DSW21-Kunden könnten verdächtige Personen gesehen haben.
Vor dem Haus hält der Bus, der Richtung Aplerbeck / Schwerter Wald fährt. Gegenüber liegt die Haltestelle für Busse mit Ziel Sölderholz.
Die Haltestelle "Schlagbaumstraße" liegt direkt am Tatort.
Das Fahndungsplakat der Polizei hängt auch vor der Bushaltestelle an der Sölder Straße 142 / 140. Die Polizei hofft auf Zeugen, die dort haben und den Täter oder die Täterin gesehen haben.
Passanten stehen vor dem Wohnhaus an der Sölder Straße und lesen das Fahndungsplakat der Polizei.
Das Haus an der Sölder Straße 146 ist 1905 erbaut worden.
Die Polizei hat den Tatort versiegelt.
Blick auf das Wohnhaus der Rentnerin.
Blick auf das Wohnhaus der Rentnerin.
Blick auf das Wohnhaus der Rentnerin.
Rechts das Wohnhaus an der Sölder Straße 146, links die Zufahrt zu den beiden Supermärkten.
Der Tatort Sölder Straße 146: Vor dem Haus liegen zwei Bushaltestellen. Zeugen können hier Verdächtiges beobachtet haben.
Links das Haus Sölder Straße 146, in dem die Rentnerin am 12. April 2016 getötet wurde, und die Bushaltestelle. Rechts an der Schranke die Zufahrt zu den Supermärkten.

Um die Spur des Täters aufnehmen zu können, hatte die Kriminalpolizei am vergangenen Freitag einen speziell ausgebildeten Spürhund ("Mantrailer") eingesetzt. Staatsanwalt Schulte-Göbel: "Es gibt Hinweise, aber dazu sagen wir jetzt nichts." Weitere Informationen auch über die Entwendung von Werten wie Geld oder Schmuck will die Mordkommission noch zurückhalten. Feststeht: Der Täter ist nicht in die Wohnung eingebrochen.

 

/
Auch vor dem Wohnhaus hängst ein Plakat, das ein Foto der Rentnerin zeigt. Die Polizei bittet darauf Zeugen um Hinweise.

Gisela Aufermann wurde in ihrem Haus an der Sölder Straße 146 ermordet.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Vellinghauser Straße

Darum wird in Sölde ein neuer Kanal gebaut

SÖLDE An Baustellen mangelt es Sölde nicht. Jetzt kommt auch noch ein Kanalbau an der Vellinghauser Straße hinzu. Wir haben mal aufgeschrieben, was, warum gebaut wird und wie die Beeinträchtigungen für den Straßenverkehr sind.mehr...

Plädoyers am Landgericht

Mutmaßlichem Witwenmörder von Sölde droht Höchststrafe

Dortmund Dem mutmaßlichen Mörder der 89-jährigen Witwe Gisela A. aus Sölde droht die Höchststrafe. Staatsanwältin Sandra Lücke beantragte am Dienstag vor dem Schwurgericht lebenslange Haft sowie die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld und die Anordnung der nachträglichen Sicherungsverwahrung.mehr...

22-Jährige aus Auto befreit

Autos kollidieren an B1-Abfahrt - Verletzte in Spezialklinik

APLERBECK Bei einem schweren Unfall in Aplerbeck sind am Freitagnachmittag zwei Autofahrer verletzt worden. Ihre Wagen prallten an der B1-Abfahrt auf der Leni-Rommel-Straße zusammen. Dabei wurde eine 22-jährige Frau in ihrem Wagen eingeklemmt und musste mit hydraulischem Gerät befreit werden.mehr...

Bürger beschweren sich

Stadtpark in Hörde versinkt im Schmutz

HÖRDE Es könnte so schön sein: Der Stadtpark, die Grünfläche zwischen Stiftskirche und Hörder Bahnhofstraße, ist ein kleiner Rückzugsort mitten in der Stadt, mit Spielplatz und Bänken. Doch dort ist es nicht schön, sondern schmutzig.mehr...

Bezirksvertretung Aplerbeck

Eine Unterführung, viele Fragen

SÖLDE Wenn Mitarbeiter der Verwaltung konzentriert den Ausführungen der Mitglieder der Bezirksvertretung lauschen und eine Notiz nach der anderen auf einem Zettel vermerkt wird, dann scheint es noch Informationsbedarf zu geben.mehr...

Bisher unentdeckte Aufzeichnungen

Prozess um Witwenmord: Navi-Daten belasten Angeklagten

SÖLDE Im Prozess um den gewaltsamen Tod der Witwe Gisela A. aus Sölde wird der Angeklagte nun auch von Daten aus dem Navigationsgerät seines Autos belastet. Ein Gutachter des Herstellers Garmin konnte bislang unentdeckte Aufzeichnungen aus dem Speicher auslesen. Er fand ein interessantes Detail.mehr...