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Werbewirksam benebelt

Mitten in eine Werbeveranstaltung für Drogen aller Art geraten die Besucher von Kai Hensels Solo-Stück "Welche Droge passt zu mir?" im Café des Theaters Fletch Bizzel.

Hautnah gibt Bettina Stöbe die überzeugende Verkaufsberaterin Hanna - eine gebildete 42-Jährige, die mit Mann und Sohn in einer Villa lebt und 75 Minuten lang die Tür zu ihrer farbenfrohen Welt der Drogen öffnet. Eine Welt, die Liebe verspricht: durch die euphorisierende Wirkung von Ecstasy, das mutige Auftreten nach einer Nase voll Kokain, durch LSD, dem "stärksten Halluzinogen, das Sie eins werden lässt mit der Unendlichkeit des Kosmos".

Mit Beamer gestützter Powerpoint-Präsentation zieht sie alle Register modernster Verkaufsmethoden: Indem sie sich als "eine von uns" vorstellt, schafft sie Nähe zum Publikum, das sie mit direkter Ansprache und Mitmachübungen einbezieht. Sie kombiniert Seneca-Zitate zum Thema Liebe mit harten Fakten über biochemische Abläufe im Gehirn. Auch spricht die Statistik für sie: "Pro Jahr sterben 2000 Menschen an illegalen Drogen, aber 7000 im Straßenverkehr und 90 000 an Herzinfarkt."

Am Ende bleibt offen, was die Sinne mehr benebelt: Drogen oder die Methoden der Werbewirtschaft, die mit einfühlsamen Verkaufsberatern und philosophisch-wissenschaftlich gestützten Vorträgen Gefühl und Verstand durcheinander wirbeln.

Unterhaltsames, kurzweiliges Theater, überzeugend gespielt und inszeniert (Regie: Beate Wieser). Doch am Ende fehlt Nachhaltiges, das der Besucher mit nach Hause nimmt. het

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