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Lieblingsplätze der Bürger

Westerfildes schönste Orte gibt es jetzt als Kalender

WESTERFILDE Hunderte Westerfilder haben ihren „Lieblingsplatz“ im Viertel fotografiert. Die schönsten Fotos kommen jetzt groß raus - als Kalender. Neben erwartbaren Klassikern sind auch echte Überraschungen dabei.

Westerfildes schönste Orte gibt es jetzt als Kalender

Schloss Bodelschwingh ist eine Ikone im Westen und hat es damit in den Kalender geschafft Foto: Privat

Westerfilde hat seine schönen Seiten, das vergisst man manchmal bei den vielen schlechten Nachrichten aus dem Stadtteil in den vergangenen Jahren. In ihrem Bemühen, die Westerfilder an der Entwicklung ihrer Nachbarschaft zu beteiligen, startete das Team des Quartiersmanagements Anfang des Jahres eine Aktion, aus der zunächst eine Ausstellung wurde und in dieser Woche ein Kalender wird.

Sie verteilten 13 Einweg-Kameras in neun öffentlichen Einrichtungen, von Kindergärten über die Kess-Jugendfreizeitstätte bis zur Seniorenbegegnungsstätte. Die Erwachsenen machten sich allein auf den Weg, Kinder in Begleitung ihrer Betreuer.

Schloss und Wald beliebt

Das Ergebnis erfüllte die Hoffnungen von Quartiersmanagerin Juliane Hagen: „Die Leute haben super auf die Aktion angesprochen, viele Fotos gemacht und die meisten sind sogar richtig gut geworden.“

Das sind die Lieblingsorte der Westerfilder

Schloss Bodelschwingh ist ein besonders schöner Lieblingsort.
Das ist der Lieblingsort für fast jeden Fußballer.
Ein ungewöhnlicher Lieblingsort.
Auch eine Nestschaukel kann ein Lieblingsort sein.
Ein fantasievoll bemalter Lieblingsort.
Auch ein Rapsfeld kann ein Lieblingsort.
Die Schlosskirche ist ein herausragendes Beispiel von einem Lieblingsort.
Auch ein Kletterbaum kann das Herz höher schlagen lassen.
Ein Lieblingsplatz für Kinder.
Schloss Westhusen war auch ein Lieblingsort für einen Westerfilder.

Die beliebtesten Motive waren erwartbar das Schloss Bodelschwingh und der Rahmer Wald. Weitere Lieblingsplätze sind das Seniorenheim im Schloss Westhusen oder die Schlosskirche. Diese Bilder machten vor allem die Erwachsenen.

Die Werke der Kinder sind weniger romantisch, dafür entwaffnend ehrlich. Sie fotografierten ihre Lieblings-Pommesbude, den Bergbau-Spielplatz an der Westerfilder Straße oder den Schulhof der Westhausengrundschule. Und das war ein bemerkenswertes Ergebnis für Juliane Hagen: „Es gibt nur wenige Freiflächen in Westerfilde, auf denen sich Jugendliche ungestört treffen können. Deshalb haben die Westerfilder Jugendlichen eine ganz besondere Beziehung zu dem Schulhof.“

Fototagebuch zu jeder Kamera

Zu jeder Kamera gehörte ein Fototagebuch, in das jeder Teilnehmer einen Kommentar zu seinem Foto abgeben konnte, auch um die Fotos dem richtigen Fotografen zuordnen zu können.

Einer dieser Kommentare rührt Juliane Hagen besonders. Ein Junge fotografierte ein eigentlich hässliches Mehrfamilienhaus. Als Begründung schrieb er: „Hier habe ich endlich eine Heimat gefunden.“

Wiederholung möglich

Seit dem Frühjahr hängen die Fotos mit den entsprechenden Erklärungen der Fotografen als Dauerausstellung im Quartiersbüro. Zwölf ausgesuchte Motive gibt es ab dieser Woche im Postkartenformat kostenlos ebendort. Die erste Auflage ist hundert Exemplare stark. Ein Nachdruck ist jederzeit möglich.

Möglich, aber noch nicht geplant ist eine Wiederholung der Aktion, denn sie schärft die Wahrnehmung der Westerfilder für ihren Ortsteil. „Vielleicht zeigen spätere Fotoaktionen ja schon, ob es neue Lieblingsplätze in Westerfilde gibt.“

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