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Wie starb Benjamin Brekau?

DORTMUND Benjamin Brekau junior hat sich heute Nacht auf die Reise gemacht – mit Kinderbettchen, Mama Michaela, Opa Peter und Tante Rebecca ging es nach Mecklenburg-Vorpommern.

Wie starb Benjamin Brekau?

Die junge Witwe Michaela Brekau mit Benjamin junior vor dem Prozess.

Am Donnerstag und Freitag soll vor dem Amtsgericht Güstrow die Frage geklärt werden, die der Kleine mit seinen vier Monaten zwar noch nicht stellen kann, auf die er irgendwann aber eine Antwort haben möchte: „Warum musste mein Papa sterben?“ Benjamin junior hat seinen Vater nie kennen gelernt.

Der Polizist († 27) verunglückte am 8. Juni 2007 – dem letzten Abend vor der Rückfahrt vom G8-Einsatz in Rostock. Mit seinen Kollegen von der 3. Hundertschaft hatte Benjamin Brekau in einem Hotel gegessen, gegen 21 Uhr wollte das Team zurück zur Unterkunft. Als es weitergehen sollte, fiel der durchtrainierte Eishockeyspieler aus der offenen Seitentür des Mannschaftswagens und zog sich lebensgefährliche Kopfverletzungen zu. „Wie es dazu kommen konnte, ist bis heute nicht eindeutig geklärt“, sagt sein Vater Ingo Meyer.

Benjamin Brekau, der erst sechs Wochen zuvor seine Freundin Michaela geheiratet hatte und dabei ihren Nachnamen annahm, starb am 11. Juni in einem Unfallkrankenhaus – seine Organe wurden seinem Wunsch entsprechend gespendet. Auf der Anklagebank muss Kristin K. Platz nehmen. Die Polizistin aus Dortmund muss sich wegen fahrlässiger Tötung verantworten, sie saß am Steuer des Unglückswagens. Die Staatsanwaltschaft wirft ihr vor, sich vor dem Losfahren nicht davon überzeugt zu haben, dass die Insassen angeschnallt und alle Türen geschlossen waren.

Von der 27-Jährigen soll Benjamin Brekau gesagt haben, sie fahre immer so ruppig an. Den tragischen Unfall erklärt dies nicht. Ingo Meyer hat den Unfall am Polizeipräsidium in Dortmund selbst rekonstruiert.

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