Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Winterleuchten im Westfalenpark beginnt Samstag

DORTMUND Am Samstag startet das Winterleuchten im Westfalenpark. Bis dahin liefen die Vorbereitungen auf Hochtouren. RN-Mitarbeiter Dennis Werner begleitete die Leuchtkünstler bei den Aufbauarbeiten. Lesen Sie hier die Reportage.

/

Achim Drüke ist seit sieben Jahren dabei.

Wolfgang Flammersfeld arbeitet auf Hochtouren, damit das Winterleuchten pünktlich zum Start am Samstag fertig wird.

Ein entferntes Rauschen. Die B54. Vögel zwitschern. Nur das Knippsen des Seitenschneiders durchbricht die Stille des Westfalenparks. Konzentriert, mit flinken Fingern schneidet Wolfgang Flammersfeld die Enden der Kabelbinder ab. Ratsch und knipps. Nun hängen die kleinen Glühbirnen an der Nase des Rentiers richtig. Die Zeit drängt. Am Wochenende soll der Park leuchten. Winterleuchten. Bis dahin muss nicht nur der rostig -stählerne Rahmen der Rentier-Szene mit warm strahlenden Lämpchen umwickelt werden; viele andere Gebilde aus Licht müssen Flammersfeld und sein Team der F&H Event Company noch aufbauen.

Wettlauf mit der Zeit

"Wir sind zeitlich in Verzug. Der Schnee und der Regen in der vergangenen Woche haben uns aufgehalten", sagt Flammersfeld in die Stille des Parks, um sich gleich wieder den Lichterketten zu widmen. Stromkabel, Steckdosen und Regen - keine gute Kombination. "Wenn man weiß wie es geht, passiert nichts", so Flammersfeld.Kampf gegen schlechtes Wetter

Schlimmer ist die Kälte. Wind schneidet im Gesicht, Finger werden klamm. "Lichternetze mit kalten Fingern ausrollen ist bitter", so der Lichtkünstler. Dann dauert's eben länger.

Doch so richtig kann selbst Schneefall Wolfgang Flammersfeld nichts anhaben. Der speckig-braune Wachsmantel schützt ihn. Mit dem abgegriffenen Lederhut tief im Gesicht sieht er aus wie Crocodile Dundee - in der Winterversion. "Ich finde es herrlich, hier draußen arbeiten zu dürfen", sagt der 56-Jährige.Profis arbeiten mit vielen Tricks

Jetzt kommt die tückischste Stelle der Rentier-Szene: Der Rauschebart des Weihnachtsmanns. Vier Meter über dem Boden, die Leiter auf matschigem Untergrund, fällt es selbst dem Experten schwer, jede Windung mit der Lichterkette zu bestücken. "Hol' mir mal das Gaffa", ruft er quer durch den Park. Mitarbeiter Achim Drüke weiß, was er damit meint: schwarzes Klebeband - und spurtet los. Ein eingespieltes Team. "Wir brauchen viele Hilfsmittel. Oft ist das Trickserei", so Flammersfeld. Mit dem Klebeband versteckt Flammersfeld überhängende Enden der Lichterketten.

Nun muss er die Steckdosen anbringen, und das Gebilde zum Leuchten bringen. 500 Meter Lichterkette hat er für das 15 mal sechs Meter große Bild gebraucht. Ein Wettlauf mit der Zeit. "Wenn es dunkel wird, müssen wir was anderes Arbeiten", so der Illuminator. Dann gilt es, die Lichteffekte auszuprobieren. Flammersfeld: "Meistens wissen wir, wie es aussehen wird, doch manchmal geht es in die Hose."

Doch dieses Mal scheint es zu klappen: Was vorher ein schnödes, kaltes Stahlgerüst ohne Konturen war, erstrahlt in nun in weihnachtlichem Lichterglanz. Der Weihnachtsmann mit seinem Rentier-Schlitten erscheint unter dem Florianturm. Zufrieden geht Flammersfeld ein paar Schritte zurück, betrachtet das Gebilde aus Licht. Stille. Dann wendet er sich der nächsten Szene zu.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Illegal abgestellter Müll nah einer AWO-Werkstatt

Gehörlose Frau stolpert über Sperrmüll und verletzt sich schwer

Lindenhorst Nahe der AWO-Werkstatt in Lindehorst ist der Bürgersteig oft mit Abfall übersät. Viele Menschen mit Behinderung kommen dort regelmäßig vorbei. Im März ist eine gehörlose Frau gestolpert und hat sich das Handgelenk gebrochen. Die illegale Müllablage zu beseitigen scheint nicht ganz einfach.mehr...

Prozess gegen 19-jährigen mutmaßlichen Messerstecher

Er soll im Streit auf seine Eltern eingestochen haben

Dortmund Ein Messerdrama am Körner Hellweg beschäftigt seit Donnerstag (19.4.) zum zweiten Mal das Dortmunder Landgericht. Ein erster Prozess gegen den 19 Jahre alten Angeklagten hatte im Mai 2017 abgebrochen werden müssen, weil eine Schöffin langfristig erkrankt war.mehr...

Amazon schiebt Bezahlung von Handwerkern auf

Seit Monaten warten Amazon-Auftragnehmer auf Bezahlung

Dortmund Seit Donnerstag ist das europaweit größte Verteilzentrum von Amazon in Dortmund offiziell eröffnet. Rund 1600 Arbeitsplätze schafft das Zentrum und auch viele Dortmunder Handwerker bauten daran mit. Doch die warten immer noch auf ihre Bezahlung.mehr...

rnLegenden des Dortmunder Nachtlebens

Das Orpheum: Wo Prince um ein Kettenhemd feilschte

Dortmund Das Orpheum war in den 80er-und 90er-Jahren eine der aufregendsten Diskos Dortmunds. In dem umgebauten Kino tranken Punks Wein zu Reggae-Klängen und feierten Gruftis neben Ärzten. Superstar Prince mietete einmal sogar den ganzen Laden – und machte einem Barmann ein verlockendes Angebot.mehr...

Die Geschichte des Kreuzviertels

Von der Beamtenvorstadt zum Szeneviertel

Kreuzviertel Es war nicht immer das beliebte In-Viertel, als das es heute von vielen wahrgenommen wird. Über lange Strecken seiner Geschichte hatte das heutige Kreuzviertel noch nicht mal einen Namen. Wie wurde aus dem Viertel das, was es heute ist?mehr...

Ärger um Dauerparker am Rombergpark

Viele Pendler belegen den Parkplatz am Rombergpark

Brünninghausen Auf dem Parkplatz am Rombergpark gibt es aktuell Ärger. Eigentlich ist der Parkplatz für Besucher des Parks gedacht. Beschränkungen gibt es jedoch keine. Deshalb stellen inzwischen auch Pendler und Dauerparker ihre Autos dort ab. Für Besucher des Rombergparks wird das zum Problem.mehr...

NEU: Die wichtigsten Nachrichten aus Dortmund täglich auf Ihr Smartphone
WhatsApp
Jetzt anmelden