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"Wir züchten Schönheit"

BERGHOFEN Anmutig und mit erhobenem Haupt stolziert der "Danziger Hochflieger" selbstbewusst in seinem Käfig auf und ab. Die Rassetaube weiß genau, wie sie ihr in vielenFarbnuancen schimmerndes Gefieder richtig in Szene setzen kann.

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Peter Knuf, Philipp Vielhaber, Annette und Melanie Scharfe präsentieren gezüchtete Schönheiten.

Der "Danziger Hochflieger" fliegt, wie sein Name schon sagt, sehr hoch und ist deshalb für Wettkämpfe interessant.

Sie dreht und wendet sich, hält kurz inne. Mal schimmert ihr Gefieder grün, dann wieder erstrahlt es in tiefem Blau. Sichtlich nutzt sie die Aufmerksamkeit, die ihr auf der Vereinsschau des Zwerghuhn- und Rassetauben-Zuchtvereins Dortmund im Haus Heimsoth entgegengebracht wird.

Gegründet wurde der Verein 1953 von Willi Schreckert, der zunächst Hühner züchtete. Am Wochenende stellte stellt der Verein 144 Tiere aus. Neben Rassetauben wie dem Danziger Hochflieger und der "Syrischen Wummentaube" buhlen "Bantamhähne" und "Holländische Zwerghühner" in den unterschiedlichsten Farbausführungen um die Aufmerksamkeit des Besuchers.

"Wir züchten hier die Schönheit" bringt Ausstellungsleiterin Melanie Scharfe das Motto des Vereins auf den Punkt. "Es geht uns aber auch darum, seltene Arten zu erhalten. Ohne die Rassenzucht gäbe es viele der Vögel vielleicht gar nicht mehr", ergänzt Peter Knuf seine Vereinskollegin. Stolz weist er auf eine Syrische Wummentaube: "Die ist so selten, die habe selbst ich vorher noch nie gesehen" Doch die schöne Seltenheit gibt kaum etwas auf die Bewunderung: Gelassen liegt sie in ihrem Käfig und beäugt ihre Konkurrenten.

Keine zwei Käfige weiter versucht ein Bantamhahn mit einem schrillen und eindringlichen Krähen das Interesse voll und ganz auf sich zu ziehen. Kräftig schlägt er mit den Flügeln, stolz präsentiert er sein pechschwarz glänzendes Gefieder.

Doch es kostet viel Arbeit und Zeit, die Tiere schaufertig zu machen: Da werden eifrig Flügel, Füße und Schwanz gewaschen und der Kamm mit Öl eingerieben, damit er schön glänzt. "Unsere Tiere sind natürlich richtig verwöhnt" gibt Peter Knuf zu. "Manche von uns stellen ihren Tieren ein wahres Luxusmenü vor: geraspelte Möhren mit Öl und Zwiebeln etwa sollen die rote Kammfarbe beim Hahn noch hervorheben" erklärt Melanie Scharfe.

Nebenan flitzt unterdessen ein kleines Holländisches Zwerghuhn aufgeregt von einer Ecke des Käfigs zur nächsten und will sich mit seinen preisgekrönten Artgenossen messen. Genauso ist auch die Jugend des Vereins in einen ernstzunehmenden Wettkampf mit den lang eingesessenen Mitgliedern getreten:" Unsere Jungzüchter haben dieses Jahr mit den Preisen richtig abgesahnt" freuen sich die zwei Vogelliebhaber über den Erfolg ihrer jüngeren Kollegen.

 

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