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Landgericht Dortmund

Witwen-Mord: Nächste Woche startet der Prozess

DORTMUND Der sogenannte Witwen-Mord von Sölde beschäftigt ab Mittwoch (26. Oktober) das Dortmunder Landgericht. Ein 71-jähriger Mann aus Warstein soll am 12. April 2016 die allein lebende Gisela A. in ihrem Haus erstochen, und anschließend versucht haben, die Spuren mit einem Feuer zu verwischen.

Witwen-Mord: Nächste Woche startet der Prozess

An diesem Haus starb die 89-jährige Rentnerin an ihren schweren Stichverletzungen.

Der Mann war rund zwei Wochen später festgenommen worden. DNA-Spuren am Tatort sollen die Polizei bei der Fahndung auf die richtige Fährte gebracht haben. Offenbar war es dem Täter nicht gelungen, mit der Brandstiftung sämtliche Hinweise auf seine Person zu eliminieren. Tatsache ist demnach auch, dass der zuletzt in Warstein lebende Mann schon früher polizeilich in Erscheinung getreten ist.

Immerhin waren seine DNA-Merkmale beim Landeskriminalamt gespeichert. Der Angeklagte soll Gisela A. seit längerem gekannt haben. Offenbar half er ihr regelmäßig bei Gartenarbeiten. In diesem Fall könnte also der alte Klassiker von Reinhard Mey „Der Mörder ist immer der Gärtner“ schreckliche Realität erlangt haben.

Dass Gisela A. ihren Mörder möglicherweise kannte, ergibt sich auch aus dem Umstand, dass die Polizei keinerlei Aufbruchspuren an Türen und Fenstern gefunden hatte. Die 89-Jährige könnte dem Täter also arglos geöffnet und ihn hinein gebeten haben.

Laut Anklage stach der Gärtner in der Wohnung 16 Mal auf die Seniorin ein. Da Gisela A. völlig arglos gewesen sei und nicht mit einem Angriff auf ihr Leben gerechnet habe, wertet die Staatsanwaltschaft die Bluttat als heimtückischen Mord. Als das Opfer sich nicht mehr rührte, soll der 71-Jährige das Haus nach Wertgegenständen durchsucht haben. Tatsache ist, dass Gisela A. aber nicht sofort tot war. Die Obduktion ergab, dass sie beim Ausbruch des Feuers noch lebte, ehe sie qualvoll in ihrem Haus in Sölde verblutete.

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